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The Reading World

Posted on 5.11.2020

Warum wollte ich es lesen? A Hundred Chances hatte mich gleich beim Klappentext. Da konnte ich nicht widerstehen. Ich hatte es irgendwie im Gefühl, dass es gut wird. Wie war es? Cover: Das Cover lädt schon auf dem ersten Blick zum träumen ein. Ich bin ja immer etwas skeptisch, wenn Gesichter auf dem Cover sind, aber die Umsetzung gefällt mir wirklich gut. Schreibstil: Der Schreibstil von Marit Warncke hat mich schon auf den ersten Seiten abgeholt. Die Geschichte lässt sich nicht nur leicht und flüssig lesen, sondern fesselt mit ihrem spannenden Aufbau. Die Story: Da der Klappentext schon sehr ausführlich ist, werde ich nicht weiter auf die Story eingehen. Meine Meinung: Bei A Hundred Chances hatte ich auf eine leichte, aber spannende Geschichte gehofft und ich wurde in dieser Hinsicht keinesfalls enttäuscht. Die Autorin führt uns in eine düstere Zukunft, die durchaus auch uns treffen kann. Wir erleben wie zwei Mädchen sich auf eine Reise begeben, die alles für sie ändern könnte. Aber sie müssen auch Opfer bringen. Die Protagonistin Flora ist ein mutiges junges Mädchen, welches auf ein besseres Leben für sich und ihre Schwester hofft. Dabei lässt sie nichts unversucht und geht auch mal ein Risiko ein. Mir ist Flora sehr schnell ans Herz gewachsen und ich habe die ganze Reise über mit ihr mitgefiebert. Wird sie es schaffen? Welche Probleme müssen sie überwinden? Mich faszinieren Geschichten in denen neue Planeten oder Welten erforscht werden und die Menschheit eine Möglichkeit bekommt aus ihren Fehlern zu lernen. Deshalb war ich auch gespannt wie die Autorin ihre Welt aufgebaut hat. Nachdem die Reise schon sehr spannend verlief und es einige Höhepunkte gab, fand ich es interessant mehr über das Besiedlungsprogramm und das Leben auf dem fremden Planeten zu erfahren. Mir hat außerdem gut gefallen, dass die Liebesgeschichte nicht allzu viel Platz eingenommen hat, sondern der Fokus wirklich auf der Reise und der Besiedlung lag. Es ist mehr eine zarte Liebe, die immer weiter erblüht und die Protagonistin trotzdem nicht ihre Ziele vergessen lässt. Nur zum Ende hin ging mir alles etwas zu schnell. Bei einem Einzelband sind die Möglichkeit natürlich etwas begrenzt, aber ich fühlte mich ab einem bestimmten Punkt doch etwas verloren. Abschließend: Mit A Hundred Chances gab Marit Warncke mir das Gefühl, dass wir alle eine Chance bekommen und diese nutzen müssen. Auch wenn wir schon lange den Glauben daran verloren haben. Eine wirklich schöne Geschichte, die Hoffnung macht.

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