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gerlisch

Posted on 30.10.2020

Der Beginn einer neuen Serie des Autorenteams Preston+Child führt den Leser auf die Spuren der historischen Donner Party, ein Siedler-Treck der im Jahr 1846 in der Sierra Nevada vom Winter überrascht wurde und mit gruseligen Mitteln ums Überleben kämpfte. Hier wurden zwei Handlungsstränge nebeneinander aufgebaut, da ist zum einen ein Historiker der mit einem Lageplan der Donner-Siedlung aus einem Tagebuch einer Treck-Teilnehmerin an die Archäologin Nora Kelly herantritt um mit ihrer Hilfe eine Ausgrabung finanzieren zu lassen. Und zum Anderen die unerfahrende FBI-Agentin Corrie Swanson, die mit ihrem ersten eigenen Mordfall beauftragt wird und deren Wege sich durch ihre Ermittlungen mehr und mehr mit denen der Siedler-Expedition verknüpfen. Für mich war dies der erste Preston+Child-Thriller und ich empfand den Schreibstil als fessend. Mir hat die Idee der Story sehr gut gefallen, mal etwas anderes als der ewige Serienmörder-Brei. Die historischen Hintergründe waren sehr interessant geschrieben und auch die ganzen Details einer Ausgrabung wurden bildlich sehr gut dargestellt. Die Protagonisten waren für mich allerdings sicht so richtig greifbar, ich sah keine Möglichkeiten sie richtig kennen zu lernen. Und auch die Auflösung des Falls fand ich nicht unbedingt spektakulär und der Grund etwas verwaschen und nebensächlich erläutert. Alles in allem war dies aber ein gelungender Serienauftakt und ich werde sicherlich auch den nächsten Teil lesen, der wohl Mitte des nächsten Jahres erscheinen soll.

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