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Merle

Posted on 13.10.2020

„Das kleine Hotel auf Island“ war der erste Roman aus dieser Reihe, den ich gelesen habe und es war ein absoluter Wohlfühlroman für mich. . Lucys Leben gleicht einer Sackgasse: kein Job, keine Wohnung und ein verlogener Ex. Deshalb ergreift sie ohne zu zögern die Chance, für eine befristete Stelle als Hotelmanagerin nach Island zu ziehen. Doch das idyllische Hygge-Hotel birgt unerwartete Probleme: Schafe im Whirlpool, technische Schwierigkeiten und vermeintliche Fabelwesen, die ihr Unwesen treiben. Und dann ist da auch noch Alex, der schottische Barmann mit den dunklen Augen, der Lucys Herz schneller schlagen lässt. Doch ist Alex, wer er zu sein vorgibt? . Besonders die wirklich liebenswerten und authentischen Charaktere haben für ein paar entspannte und lustige Lesestunden gesorgt. Vor allem die Hotelbelegschaft hat durch seine typisch isländische Art immer wieder für lustige Momente und reichlich Verwirrung gesorgt. . Auch die Landschaft wurde wunderbar detailliert beschrieben, so dass ich am liebsten direkt nach Island geflogen wäre. Toll fand ich es auch, dass man im Laufe der Geschichte einiges über die Kultur des Landes erfahren hat. . Der Schreibstil war sehr locker-leichter und die Kapitel wurden aus der Sicht der beiden Protagonisten geschrieben. . Mit Lucy, der weiblichen Protagonistin hatte ich zwar so meine Startschwierigkeiten, aber sie wuchs mir dann doch noch recht schnell ans Herz und ihre Charakterentwicklung fand ich wirklich toll und ich konnte gut mit ihr mitfühlen. Von Anfang an wusste man, dass Lucy ein Geheimnis mit sich herumträgt und durch die Anspielungen darauf, wollte man unbedingt wissen, was passiert ist. Doch obwohl ich so einige Vermutungen hatte, musste ich mich bis zum Ende gedulden, um das Geheimnis zu lüften. Aber dadurch konnte ich das Buch irgendwann nicht mehr aus der Hand legen, weil ich es endlich wissen wollte 😅 . Alex, der männliche Protagonist, hatte natürlich auch so seine Geheimnisse, die für den Leser aber schnell gelüftet wurden und es hat wirklich viel Spaß gemacht, die Kapitel aus seiner Sicht zu lesen. Außerdem wurde seine innere Zerrissenheit sehr gut dargestellt und ich habe ein wenig mein Herz an den schottischen Barmann verloren. . Die Beziehung zwischen den beiden kam mit recht wenig unnötigen Drama aus und die Spannung zwischen Lucy und Alex wurde sehr schön dargestellt, ohne dass es übertrieben kitschig oder peinlich wurde. Na gut, ein paar Sätze waren dabei, die etwas zu viel des Guten waren, aber das war noch erträglich. Es war wirklich sehr süß, wie die beiden die meiste Zeit umeinander herumgetänzelt sind, weil sie sich unsicher waren, was der jeweils andere fühlt. Natürlich gab es aber auch hier Probleme, die aber auf eine sehr süße und bedachte Art gelöst wurden. . „Das kleine Hotel auf Island“ liefert wirklich das was der Reihen-Titel verspricht: eine romantische Flucht aus dem Alltag. Es ist eine unaufgeregte Love Story, wobei das vielleicht etwas negativ klingt, aber absolut positiv gemeint ist, denn die Geschichte kommt ohne viel Drama aus, zumindest was die Liebesgeschichte angeht, denn Schafe im Whirlpool können schon mal für etwas Chaos und Drama sorgen 😂

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