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Kerstin

Posted on 15.9.2020

Tasuku Kaname wird von seinen Klassenkameraden als schwul geoutet, nachdem man Porno auf seinem Handy findet, und sieht sein Leben am Ende. Doch dann sieht er eine Frau, die aus dem Fenster eines Hauses springt. Völlig geschockt rennt er in das Haus. Dort findet er einen Ort vor, an dem jeder er selbst sein kann und auch die Frau steht plötzlich unverletzt neben ihm. Der erste Band der Reihe bleibt im Gedächtnis. Ich fand ihn sehr emotional und ehrlich sowie sehr erfrischend. Die Charaktere sind bislang sehr gut ausgearbeitet und beschränken sich nicht nur auf eine Altersgruppe. Ich freue mich schon sehr darauf, mehr über die jeweiligen Personen zu erfahren. Herausragend ist auch Kamatani's Zeichenstil, der das Storytelling sehr gut unterstützt. Besonders im Gedächtnis geblieben ist mir die Szene, in der Kaname von einer der Bewohnerinnen erfährt, dass sie in einer lesbischen Beziehung lebt und ihm daraufhin quasi das Herz zersplittert, als er über einen Klassenkameraden nachdenkt und sich mit ihm eine innige Beziehung vorstellt. Insgesamt ist "Wer bist du zur blauen Stunde?" ein Manga, der zwar neben dem Mainstream anzuordnen ist, aber auf jeden Fall einen genaueren Blick Wert ist. Der Band überzeugt mit Ehrlichkeit, gutem Storytelling und einem schönen Zeichenstil.

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