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_pfaffingers_bibliophilie_

Posted on 31.8.2020

Worum geht´s? Erik ist 18 Jahre alt und gilt an seiner Schule als MOF, Mensch ohne Freunde. Als Außenseiter und mit einem schweren familiären Schicksal macht er sich jeden Abend auf den Weg in den elterlichen Keller um seine Pflicht zu erfüllen, bis Laura sein Leben völlig durcheinander und ihres in Gefahr bringt. Meine Meinung: Was für ein genialer Einstieg in das Buch. Ich fühlte mich sofort in meine eigene Schulzeit zurück versetzt und konnte den Kreidestaub förmlich inhalieren, den ekligen Tafelschwamm riechen und das schrille Pausenklingeln in den Ohren kreischen hören. Thiele versteht es bereits ab der ersten Seite eine Atmosphäre zu schaffen, die mich in ein Highschoolabenteuer versetzt hat. Der flüssige Schreibstil und die wohl durchdachten Kapitel waren genau nach meinem Geschmack. Rückblenden in Eriks Vergangenheit erhellen uns Lesern die aktuellen Geschehnisse und werden nach und nach offenbart. Der Autor hat mit viel Geschick und Empathie Charaktere erschaffen, für die man sich erwärmen kann, oder welche man sofort verteufelt. Ungemein spannend empfand ich es, herauszufinden,was in Eriks Vergangenheit geschehen ist und was es mit dieser “Pflicht” auf sich hat. Die Ereignisse spitzen sich zu und gipfeln in einer Spannung, dass ich das Buch nicht mehr weglegen konnte. Hagen Thiele überlässt hier viel der Fantasie und der eigenen Interpretation seines Lesers, was mich einerseits erfreut, aber auch etwas unbefriedigt zurück lässt. Letztlich konnte mich das Ende des Buch sehr begeistern, auch, weil ich Spielraum für meine eigenen Gedanken hatte. Fazit: Ein unglaublicher und spannender Thriller, der mit mythischen Elementen aufwartet und dem Leser eigenen Spielraum für seine Fantasie lässt! Absolute Leseempfehlung und 5 von 5 Kellertüren von mir.

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