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manjolla

Posted on 28.8.2020

Isabella Swan, meist nur „Bella“ genannt, zieht von ihrer Mutter in Phoenix zu ihrem Vater Charlie in die verschlafene Kleinstadt Forks. Dort erlebt sie die üblichen Probleme und Alltäglichkeiten eines Teenagers in einer neuen Stadt – sie geht auf eine neue Schule, lernt neue Freunde kennen und freundet sich vor allem mit Jacob „Jake“ Black an, dem Sohn von Charlies Freund Billy, der im Indianerreservat „La Push“ lebt. In der Schule fällt Bella schnell die Cullen-Familie auf, vier auffallend hübsche aber blasse Teenager, die sich von ihren Mitschülern abgrenzen. Besonders der gut aussehende Edward fasziniert Bella und so leidet sie sehr darunter, dass er ihr offene Abneigung entgegenbringt, und ist sehr verwirrt, als er sich ihr nach einigen Tagen doch zuwendet. Nachdem Edward sie mit erstaunlicher Schnelligkeit und Reaktion vor einem Autounfall gerettet hat, beginnt Bella sich zu fragen, was es mit den Cullens auf sich hat. Jake erzählt ihr bei einem Ausflug nach La Push, dass die Cullenfamilie zu den „kalten Wesen“ gehören, also Vampire sind. Edward bestätigt Bella, dass er ein Vampir sei und erzählt ihr von seiner Gabe, anderer Menschen Gedanken zu lesen (jedoch bleiben ihm Bellas Gedanken verborgen). Bella erfährt auch, dass die Cullens „vegetarisch“ leben, sich also von Tierblut anstatt Menschenblut ernähren. Edward und Bella beginnen eine Beziehung, der vor allem Charlie skeptisch gegenüber steht. Dabei hat Edward ständig mit seinem Verlangen von Bellas Blut zu kosten zu kämpfen. Der Rest der Cullenfamilie nimmt Bella in ihrer Mitte auf (mit Ausnahme von Rosalie, die ihr gegenüber Vorbehalte zeigt). Bei einem Baseballspiel der Vampire trifft Bella auf die drei fremden Vampire James, Victoria und Laurent, die sich von Blut ernähren und die beginnen sie zu jagen. Es beginnt eine wilde Flucht und abenteuerliche Verfolgungsjagd, denn James lässt als „Menschenjäger“ erst von seinem auserwählten Opfer ab, wenn er es gefunden und getötet hat. Die Twilightreihe dürfte inzwischen nicht nur allen Teenagern bekannt sein und ist sehr umstritten. „Bis(s) zum Morgengrauen“ ist unterhaltsam und lässt sich leicht lesen. Die Geschichte – aus der Perspektive des Teenagers Bella geschrieben – langweilt nicht, lässt aber auch eine gewisse Tiefe vermissen. Hier wird klar deutlich, dass die Zielgruppe des Buches Teenagermädchen ab 14 Jahren sind, denn das Buch dreht sich in erster Linie um typische Teeniemädchen-Themen wie Liebe und Jungs, Probleme mit den Eltern und mit dem besten Freund. Meyers sehr einfacher Schreibstil hat wenig mit literarischer Leistung gemeinsam, doch die Sprachwahl scheint Absicht und ist auf die Zielgruppe passend zugeschnitten. Wer leichte Unterhaltung sucht und Vampirgeschichten ohne allzu viel Blut mag, wird „Bis(s) zum Morgengrauen“ mögen, wer Tiefe und qualitativ hochwertige Sprache sucht, wird entäuscht.

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