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catias_reading_spot

Posted on 22.8.2020

Das Buch ist in recht kurze Kapiteln aus der Sicht der beiden Protagonisten eingeteilt. Die verschiedene Sichten haben mir gut gefallen. Es lässt sich insgesamt leicht lesen, da der Schreibstil ziemlich locker ist. Durch die kurzen Kapiteln konnte ich auch schnell voran kommen. Leider war es aber an vielen Stellen so, dass die Dialoge sehr gestellt wirkten. Mir hat eindeutig die Natürlichkeit gefehlt, die ich sonst in vielen anderen Büchern finden kann. Der Klappentext verspricht vom Geschichtsablauf natürlich keine super spannende Geschichte. Jedoch hatte ich dann erwartet, dass ich als Leserin ein bisschen mehr über den Rennsport erfahre und die Charaktere genug Tiefe bekommen, um trotzdem eine recht spannende Geschichte daraus zu machen. Leider wurde ich hier komplett enttäuscht. Der Rennsport spielt zwar eine Rolle, aber die Geschichte hätte auch gut ohne funktioniert. Es ist wirklich sehr nebensächlich, was ich schade fand. Ich finde es immer schade, wenn die Charaktere ihre Leidenschaften nicht ausleben können und dies an den Leser transportiert wird. Sonst passiert von der Handlung her nicht so viel. Es ist insgesamt vorhersehbar und langweilig. Von der Tiefe der Charaktere will ich gar nicht erst anfangen. Die ist quasi nicht vorhanden. Ich kratze als Leser nur an der Oberfläche. Die beiden Protagonisten Summer und Tyler entwickeln sich nicht wirklich weiter. Bzw. es findet Entwicklungen statt, aber die Auseinandersetzung mit den Problemen, die zu einer Änderung der Menschen führt, wird hier schlecht dargestellt, sodass ich nichts davon mitnehmen kann. Sehr schade. Es gibt viele Konflikte in diesen Buch. Konflikte zwischen Tyler und Summer und Konflitke jeweils von Tyler und Summer mit anderen Charaktere. Diese Konflikte sind am Ende irgendwie alle gelöst. Wie? Keine Ahnung. Irgendwie herrschaft am Ende Friede, Freude, Eierkuchen, so wie ich es vom Buch erwartet habe, aber leider fehlt der Weg bis dahin komplett. Da hat die Autorin zu viel Frieden und Einigkeit am Ende gewollt. Summer und Tyler zusammen haben mir auch nicht wirklich gefallen. Es ist von Anfang an pure sexuelle Anziehung. Allgemein ist die erotische Komponente hier sehr hoch, was ich durch den Klappentext nicht erwartet hätte. Es gibt kaum ein Kapitel von Tyler, wo es nicht darum geht, wie heiß Summer ist und wie sich sein Körper nach ihr sehnt. Damit wird die Oberflächigkeit weiter unterstriechen. Von Liebe kann man meiner Meinung nach hier aber nicht sprechen. Auch habe ich Summers Verhalten ab einen gewissen Punkt einfach nicht mehr verstanden. Ein Buch, das sich leicht und einfach lesen lässt, der aber leider sonst wenig zu bieten hat. Sehr schade.

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