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fraukla

Posted on 17.8.2020

Carla Santos ist mehr als Selbstständig und braucht die Hilfe von niemanden. Sie schafft es zu studieren, jobben und nebenbei ihre zwei Brüder großzuziehen. Um ihre Welt aufrechtzuerhalten, darf niemand von ihrer großen Angst erfahren. Doch auf einer Party gerät alles ins wanken. Sie wird in den Pool geschubst und ausgerechnet Mitchell rettet sie. Mitchell, der Good Guy und Captain des Schwimmteams. Nun muss sie ihm vertrauen, dass ihr Geheimnis bei ihm sicher ist und so kommen sie sich näher. Näher als es der unabhängigen Carla recht ist. Der Schreibstil von Tami Fischer war wieder super. Das Buch hat sich flüssig und leicht lesen lassen. Es kam keine Längen, sodass das Buch durchgehend spannend war. Auch der Verlauf der Geschichte war toll. Die Handlung vollzog sich nicht Schlag auf Schlag, sondern entwickelte sich sehr natürlich. Die Geschichte von Mitchell und Carla baut auf eine Hassliebe auf, was mir persönlich super gefallen hat. Mitchell ist der typische Good Guy. Er hat schon lange ein Auge auf Carla geworfen und alle im Freundeskreis scheinen das zu kapieren, außer Carla. Er ist sympathisch und hilfsbereit und führt seine Freundschaften vorbildlich. Obwohl mir Good Guys oftmals nicht so zusagen (aber nur da ich es nicht mag, wenn die Mädels übermäßig taff sind und das oftmals leider das Gegenstück zu Good Guys ist), hat mit Mitchell von der ersten Seite an gut gefallen. Er war mir sofort sympathisch und ist in meinen Augen nicht der klischeehafte Good Guy. Umso mehr man von Mitchell erfährt, umso ehr erfährt man auch, dass sein Leben nicht so perfekt ist, wie es für andere scheint. Dieser Punkt hat mir sehr gut gefallen, weil es in meinen Augen sehr authentisch war. Carla wird als temperamentvolle, leidenschaftliche und ehrgeizige Frau dargestellt. Und meiner Meinung nach wird überhaupt nicht das Klischee vermittelt, dass sie ein Bad Girl ist. Vielmehr ist sie selbstbewusst und schon nach wenigen Seiten merkt der Leser auch, dass ihre Vergangenheit ihren Charakter stark geformt hat. Beim Lesen habe ich sie fast durchgehend bewundert und ich fand es super stark, welche wichtigen Entwicklungen sie durchmacht. Auch hier kann ich wieder nur sagen, dass es sehr authentisch war und ich mich in vielen Punkten wiederfinden konnte. Beide zusammen sind Charaktere in denen man sich selber sehr gut Wiedererkennen kann. Sie beschäftigen sich mit Themen und Überdenken Sachen, die sehr aktuell sind. In meinen Augen gab es leider aber "wenig Handlung". Es gibt die Hauptthemen, die besprochen werden. Diese werden dennoch in einem sehr alltäglichen Leben dargestellt. Dieser Tagesablauf von Uni, Job und Freizeit wird nie durchbrochen. Ich hätte es mir noch ein bisschen gewünscht, das Ortswechsel und Unternehmungen vorkommen. Auch die Uni kam relativ wenig vor. 90% des Buches haben in Mitchells Poolhaus oder in Carlas Wohnung gespielt. Was ich aber besonders gelungen fand, ist die Darstellung der Freundschaft. Der Zusammenhalt zwischen den Mädels ist großartig und in richtiges Vorbild. Es ist toll, dass sie alle total verschiedene sind und dennoch in ihrer Freundschaft übereinkommen. Gleichzeitig hat mir das so Vorfreude auf den dritten Band gemacht, da man Lenny nochmal von einer ganz anderen Seite kennengelernt hat. Aber auch Savannah habe ich richtig lieben gelernt und auch auf ihre Geschichte bin ich sehr gespannt. Insgesamt finde ich es unglaublich toll, wie Taxi Fischer die verschiedenen Themen des Buches aufgreift und wie sich gleichzeitig ganz tolle Werte wie Zusammenhalt und Mut vermittelt.

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