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rebekka

Posted on 29.7.2020

"Chris Carter" Bluthölle aus dem Ullstein Verlag Ein typischer Hunter-&-Garcia-Thriller? Nicht ganz, einiges war einfach anders. Nicht unbedingt schlechter, sondern einfach nur anders. Dr. Slater, Forensikerin, wird ein Notizbuch zugespielt. Sie wendet sich damit an Hunter und Garcia, denn das Buch hat es in sich. In dem Notizbuch befinden sich Fotos, Bluttropfen und detaillierte Beschreibungen von 16 Morden, wobei gleich zu Anfang klar ist, dass der Täter mehr gemordet hat, da er es "bereut", erst so spät mit dem Schreiben angefangen zu haben. Stimmen sagen ihm, was er machen soll - aber nicht nur, wie er morden soll, sondern auch, ob Mann oder Frau, wie alt, wie groß, welche Haarfarbe etc. Bald haben sie den Absender gefunden und der Täter meldet sich überraschend ebenfalls, ganz ruhig und diszipliniert, und droht dem gesamten Team. Mir kam es so vor, als ob dieses Buch etwas "harmloser" geschrieben wurde, als es sonst der Fall ist. Natürlich gab es ein paar Beschreibungen der Taten, aber eben nicht soviel wie sonst. Auch hatte ich diesmal tatsächlich eine Art "Mitleid" mit dem Täter, sein Hintergrund ist schon nicht so schön und das tat mir leid, auch wie mit ihm umgegangen wurde. Abwechselnd wird aus der Sicht der Ermittler, der Tätern und weiterer Beteiligter geschrieben und das Ende wird gut aufgeklärt, wenn auch die Diskussion mit dem Täter diesmal länger gedauert hat. Gerade auch bei der Danksagung bin ich wirklich dankbar, dass Chris Carter aufgefangen wurde nach dem Tod von Kara, dass er weiter geschrieben hat, dass er Menschen hatte, die ihm beigestanden haben. Auch deshalb denke ich, dass dieses Buch anders ausgefallen ist, als ich es von ihm gewohnt bin. Ich habe es trotzdem verschlungen und bin froh, dass Chris Carter das Buch überhaupt vollendet hat.

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