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biscoteria

Posted on 21.7.2020

Mit Vicious hat Victoria Schwab ein neues Bild von Gut und Böse bei Menschen mit Superkräften geschaffen. In ihrem zweiten Buch Vengeful führt sie die Geschichte weiter und bringt neue Charaktere mit rein. Aus dem ersten Teil bekannt und für mich ein freudiges Wiedersehen war es, dass die Charaktere Victor, Mitch und Sydney wieder mit dabei sind. Zwischen dem ersten und dem zweiten Teil, merkt man jedoch schon recht früh eine Veränderung in der kleinen „Familie“ und bei den einzelnen Personen. Aber vorweg möchte ich zu den neuen Charakteren kommen. Hier haben wir Marcella, mit welcher das Buch auch beginnt. Sie ist eine schöne Frau, welche in ihrem Leben nur ein Ziel hatte: An der Seite eines einflussreichen Mannes zu stehen. So lernt sie am College einen Typen kennen, wo sie sich zum Ziel macht, diesen für sich zu gewinnen. Dafür lebt sie ihr ganzes Leben lang. Sie gibt sich alle Mühe perfekt auszusehen, ultraschlank zu sein und gibt dafür ihre ursprünglichen Karriereziele auf. Alles für den Reichtum und für Macht. Nur das ihr Mafiamann noch so ein paar Geheimnisse mehr hat als sie denkt. So kommt er eines Abends nach Hause, mit einem sehr verdächtigen Fleck am Kragen und der Streit der daraus erfolgt eskaliert. Marcella stirbt und wird zurückgeholt. Ihr neues Leben als ExtraOrdinärere soll beginnen und die damit folgende Rache an ihrem Mann. Denn nun will sie die Mafialeiter ganz nach oben erstürmen und sich ihr Leben zurückholen. Hierfür sammeln sich weitere EO´s neben ihr an. Interessant ist hierbei die zweite neue Frau in der Runde: June Die Junge Frau hat die Gabe, wenn sie einen Menschen berührt hat, sich dessen vollständiges Ebenbild und auch körperlich eins zu eins zu übernehmen. So exakt, dass jede Faser ihres Körpers eine 100 prozentige Kopie des Gegenübers ergibt. Somit hat June recht viele Möglichkeiten an Orte und Informationen zu kommen. Sie ist es auch, welche dann Marcella anspricht und ihr bei ihrem Racheplan helfen will. Aber sie hat auch eigene Pläne und da sind Victor und Sydney mit einbegriffen. Victor rutscht in diesem zweiten Teil ein bisschen in den Hintergrund. Seine neue Bürde ist nun, dass fünf Jahre nach der Wiedererweckung auf dem Friedhof, er nicht mehr der Alte ist. Denn seit seinem Tod damals hat er ein nicht enden wollendes Summen im Kopf und wenn er die Nerven anderer Menschen so weit beeinflusst das sie sterben, stirbt er kurze Zeit später selbst auch. So sucht er nach einen EO der ihn heilen kann, damit er nicht immer und immer wieder sterben muss. Sydney macht währenddessen eine persönliche Krise durch. Sie ist vom optischen her immer noch das 12-Jährige Mädchen, wenn sie nun aber doch langsam auf das Erwachsenenalter zugeht und sie niemand so wirklich ernst zu nehmen schein. Auch von Mitch und Victor fühlt sie sich nach wie vor wie ein Kind behandelt. So sucht sie für sich Wege raus zu kommen und sich selbst zu finden. Dabei ist sie sich gar nicht mal im Klaren wie viele Gefahren für sie bestehen. Darüber hinaus erfahren wir in weitern Zeitschienen wie Victor und Elliot damals Freunde wurden, weit bevor es zu den Todesexperimenten kam. Wir lesen von fürchterlichen Experimenten welche ein EO ertragen musste und so manche tragische Kindheitsgeschichte. In diesem Band bekommen manche Personen einen stärkeren Hintergrund als im ersten Teil und bekommen somit nochmal eine weitere Perspektive, als die welche man schon gewonnen hat. Denn jede Münze hat halt ihre zwei Seiten, in diesem Teil sehen wir stärker die Hintergründe warum wer wie geworden ist. Die Geschichte ist nach wie vor aus verschiedenen Perspektiven erzählt, hat viele Zeitabläufe, von vor 23 Jahren, 14 Jahren, wenige Wochen, bis hin zum großen Abend wo alle Charaktere aufeinander treffen sollen und es wie im ersten Teil ein großes „Bumm“ geben soll. Hierbei sollte man wie beim vorigen Teil schon eine große Aufmerksamkeitsspanne auf die Zeiten legen. Denn sonst hat man keine Chance zu verstehen wie die Reihenfolge der Geschichte ist. Wie ist nun meine Einschätzung dem Buch gegenüber: Es ist solide geschrieben und knüpft sehr schön an die Charaktere und Geschichte aus dem ersten Teil an und gibt uns zugleich noch ne Menge neues mit. Leider fand ich, war es dadurch schon fast zu viel. Mir persönlich schwirrte irgendwann auch der Kopf von lauter männlichen Namen. Gerade die Truppe die Eos suchen soll war für mich stellenweise etwas undurchsichtig. Das Buch ist nicht schlecht, aber leider kommt es nicht an den ersten Teil ran. Der erste war für mich wirklich sehr gelungen. Hier muss ich wegen der Masse an Infos, an Charakteren und zu vielen Zeitsprüngen leider Minuspunkte abziehen. Aber es sind gutgemeinte 3,5 Sterne die ich vergebe

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