Profilbild von Mia

Mia

Posted on 5.7.2020

Nachdem mir der erste Band der Reihe so gut gefallen hat, war ich sehr neugierig auf die Geschichte von Khai. Er hatte bereits im Vorgänger einen kleinen Auftritt, sodass ich sehr gespannt auf seine Geschichte war, denn Khai ist Autist. Für ihn ist die Welt der Gefühle ein kompliziertes Rätsel. Egal ob es darum geht, die Gefühle der anderen zu deuten oder selbst welche zu zeigen. Für mich war es aber sehr interessant, Khais Entwicklung von Anfang bis zum Ende zu verfolgen, denn als Leser bekommt man einen exklusiven Einblick in seine Gedanken (-und Gefühlswelt). Es ist definitiv etwas anderes als all die klischeehaften Liebesgeschichten. Neben Khai spielt auch My eine wichtige Rolle in diesem Teil. Sie ist neu und wird auch Esme genannt. Bevor sie Khais Mutter getroffen hat, lebte sie in ärmeren Verhältnissen in Vietnam. Ihr oberstes Ziel ist es, ihrer kleinen Tochter ein so gutes Leben wie möglich zu bieten, obwohl sie alleinerziehend ist und zusammen mit ihrer Mutter und Großmutter in einem 1-Zimmer-Apartment lebt. Durch Khais Mutter hat sie nun die Chance, nach Amerika zu reisen und ein viel besseres Leben aufzubauen. Dazu muss sie jedoch Khai heiraten. Doch Khai sträubt sich dagegen und ist der Ansicht, dass er niemanden an seiner Seite braucht, Esme hingegen möchte ihn vom Gegenteil überzeugen. Und so nimmt die Geschichte an Fahrt auf. Der Leser kann sich auf jeden Fall auf eine schöne Liebesgeschichte mit Höhen und Tiefen und überraschenden Momente gefasst machen. Nicht nur die beiden Protagonisten sind sehr sympathisch, sondern auch Quan, Khais älterer Bruder. Ich mochte ihn schon im ersten Teil und fand ihn umso sympathischer. Ich freue mich daher schon sehr auf seine Geschichte im nächsten Band. Helen Hoang hat einen sehr schönen und angenehmen Schreibstil. Die Handlung lässt sich leicht und ohne Probleme lesen. Schon nach wenigen Seiten konnte ich in die Geschichte eintauchen. Das Cover gefällt mir ebenfalls richtig gut. Es ist wunderschön und passt sehr gut zum Vorgänger. Aber auch die einzelnen Kapitel sind schön verziert. Während sich die Liebe eher (realistisch) langsam entwickelt, kam für mich das Ende dann doch etwas zu schnell. Es wirkte für mich etwas zu voreilig als ob das Ende nun unbedingt geschrieben werden musste. Außerdem habe ich insbesondere Khais Reaktion als unglaubwürdig/unrealistisch empfunden, da ich ihn ja etwas anders kennengelernt habe. Nichtsdestotrotz ist „Love Challenge“ eine richtig süße, berührende und Geschichte. Ich habe die Protagonisten lieben gelernt und bin schon ganz gespannt auf den letzten Teil der Reihe. Ich vergebe 4,5/5 Sterne.

zurück nach oben