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kupfisbuecherkiste

Posted on 2.7.2020

Manch einer hat es mitbekommen: die Weitseher-Trilogie ist eine meiner Lieblingsgeschichten. So habe ich dem dritten und letzten Teil mit einem lachenden und einem weinenden Auge entgegen gesehen. Einerseits wollte ich unbedingt wissen, wie es mit Fitz weitergeht, ob er den falschen König Edel besiegen kann, oder ob er endgültig scheitert. Andererseits wollte ich nicht, dass diese wunderbare Geschichte zu Ende geht, denn ich fühlte mich in dieser Welt der sechs Provinzen zu wohl, um einfach damit aufzuhören. Falls ihr noch nicht wisst, was bisher geschah, lege ich euch die Rezensionen zu Teil eins „Die Gabe der Könige“ und Teil zwei „Der Bruder des Wolfs“ ans Herz. Für die, die die vorherigen Teile noch nicht gelesen bzw. gehört haben, mögen – aus Spoilergefahr – bitte ab jetzt nur auf eigene Gefahr weiter lesen. Burrich und Chade versuchen Fitz wieder menschliche Manieren beizubringen. Denn die lange Zeit als Wolf hat ihn fast vergessen lassen, wer er wirklich ist. Zudem muss er sich der Schmach stellen, dass Prinz Edel nun die Krone an sich gerissen hat, und den Platz König Listenreichs eingenommen hat. Im Reich der sechs Provinzen herrscht Chaos. Und so machen sich Burrich, Chade und Fitz mit Nachtauge auf den Weg, um das schlimmste zu verhindern. Fitz begibt sich auf die Suche nach Prinz Veritas, der sich versteckt hält. Dieser lotst Fitz zu den Uralten, um deren Hilfe gegen König Edel zu erwirken. Doch wen weckt Fitz ausser den Uralten noch? Kann der Narr Fitz helfen, Edel zu besiegen? Und was wird aus Molly? Ach, hatte ich Tränen in den Augen, als das Ende nahte. Es sind soo viele Stunden vergangen, in denen ich mit Matthias Lühns Stimme auf Reisen gegangen bin. Die Entwicklung, die Lühn über die drei Teile stimmlich gemacht hat, ist der Wahnsinn. Ich kann mir keinen besseren Sprecher für dieses Abenteuer vorstellen. Wenn ich früher nach ein paar Minuten eingeschlafen bin bei Hörbüchern, habe ich bis tief in die Nacht mit einer Kanne Kaffee weiter gehört, um dieses Hörbuch weiter zu suchten. Und es wird nicht das letzte Mal sein, dass ich mit Fitz Prinz Edel bekämpfe. Robin Hobb hat eine geniale Welt erschaffen. Die Provinzen mit ihren Bewohnern haben ihre Eigenheiten. Die Landschaften und Charaktere sind so lebendig beschrieben, so dass man sich alles lebhaft vorstellen kann. Auch zieht sich die Geschichte durch alle drei Teile logisch durch, und der letzte Teil klärt viele Erzählstränge auf. Langeweile kam bei mir keine auf. Und Matthias Lühn hat – mal wieder – einen tollen Job gemacht. Auf diesen Sprecher ist Verlass.

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