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Matzbach

Posted on 23.6.2020

Hartnäckige Ermittlerin deckt deckt 74 Jahre alten Fall auf Gerade als Gina Angelucci aus ihrer Elternzeit in die Cold Case Abteilung der Münchener Kripo zurückkehrt, werden im nahe gelegenen Dorf Altbruck im Aushub einer Baustelle zwei menschliche Schädel gefunden, Verletzungen deuten auf eine Straftat hin. Da sich das Baugelände auf dem Gebiet einer ehemaligen Munitionsfabrik aus der Zeit des Dritten Reiches befindet, drängt sich schnell der Verdacht auf, dass es sich bei den Toten um Zwangsarbeiter handelt. Deshalb und aufgrund der seitdem vergangenen Zeit hat der zuständige Staatsanwalt kaum Interesse, Gina einen Ermittlungsauftrag zu erteilen. Doch der Druck der Presse, den Opfern ihre Identität zurückzugeben, veranlasst ihn dann nolens volens doch dazu. Es gelingt Gina recht schnell, die Identität der Opfer herauszufinden, eine Einheimischer und tatsächlich eine Zwangsarbeiterin. Doch was verband die beiden? Und wer ist für den Mord an ihnen verantwortlich? Da es kaum noch lebende Zeugen gibt, erweisen sich Ginas Ermittlungen als äußerst schwierig, zumal ihr von Seiten der örtlichen Behörden, die kein Interesse am Wiederaufleben der "alten Geschichten" haben, Steine in den Weg gelegt werden. Es gelingt der Kommissarin auch nur beinahe, den Fall vollständig zu klären, da der Täter das Geheimnis mit ins Grab nimmt. Auch der zweite Ableger der Dühnfort-Reihe überzeugt mit einer spannenden Handlung, verquickt mit Szenen aus dem Familienleben der beiden Ermittler, die sich rührend um ihre Tochter mit Down-Syndrom kümmern. Eine diesbezügliche Nebenhandlung scheint mir dazu zu dienen, die Gesamthandlung etwas aufzupeppen, was der Roman aber gar nicht nötig hat.

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