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Lara

Posted on 21.6.2020

Es ist noch keine Stunde her, dass ich "Extended Hope" beendet habe und ich kann euch sagen, ich bin immer noch geflasht. Nachdem ich damals den ersten Band der "Extended" verschlungen habe, war ich diesmal wieder ebenso optimistisch und wurde nicht enttäuscht. Ich muss sogar sagen, dass mir Hayley und Aaron beinahe noch einen Tick besser gefallen haben, als Charlotte und Trenton. Was vielleicht daran lag, dass ich mich mit der weiblichen Protagonistin wieder wahnsinnig gut identifizieren konnte. Hayley ist auch wirklich eine tolle junge Frau. Ich mag ihren Charme und ihren Witz, sie hat eine tolle Art an sich, die man einfach mögen muss. Und doch trägt sie ihr eigenes Päckchen mit sich herum, denn sie wurde in der Vergangenheit so oft von Männern enttäuscht, dass sie sich eine hohe Mauer aufgebaut hat. Das konnte ich wahnsinnig gut nachvollziehen und ihre Situation kam wahnsinnig authentisch rüber. Man spürt ihre innere Zerrissenheit, ihre Ängste und Sorgen und das fand ich von der Autorin sehr gut umgesetzt. Ich selbst hab manchmal so gedacht 'Das selbe würde dir dabei auch im Kopf herumgehen' und umso besser konnte ich mich in das Buch und die Handlung hineinversetzen. Und man mag als Leser manchmal denken "Wow, jetzt hat sie aber übertrieben", aber wenn man solche Enttäuschungen erlebt hat, formt einen das einfach und dann wiederum sind ihre Handlungen absolut nachvollziehbar. Und dann kommt Aaron ins Spiel. Ein Traummann, wie er im Buche steht, aber leider nicht das, was Hayley sich vorstellen kann. Nicht, dass er nicht perfekt wäre, aber in ihren Augen ist er ein Aufreißer, ein Mann, den man nie für sich alleine hat. Sich auf ihn einzulassen bedeutet für sie eigentlich von vorneherein, auch über kurz oder lang enttäuscht zu werden und davor hat sie wahnsinnige Angst. Nachvollziehbar, ist aber trotzdem doof. Da ja die einzelnen Kapitel des Buches zwischen der Perspektive von Hayley und Aaron wechseln, bekommt man auch in seine Gemütslage sehr tiefe Einblicke. Die Art und Weise, wie er mit dem umgeht, was Hayley umtreibt und wie er dennoch versucht, irgendwo durch ihre Mauern zu brechen, hat mich sehr fasziniert und ich habe ihn gewissermaßen bewundert. Man erkennt deutlich, dass es auch für ihn nicht immer einfach ist und bekommt noch dazu Einblicke in sein Leben, die zeigen, dass er eigentlich wirklich echt in Ordnung ist. Aber das muss Hayley erst begreifen und so liegt hier ein wahrhaft steiniger Weg vor den Beiden. Dieses Buch ist voller Emotionen und Gefühl und man kann sich richtig gut auf die Geschichte der Beiden einlassen. Es ist ein Auf und Ab, ein Für und Wider, 1 Schritt nach vorne bedeutet teilweise gleichzeitig einen zurück. Ich war absolut gefesselt davon, wie die beiden versuchen, zueinander zu finden und welche Hürden sie dabei überwinden müssen. Noch dazu, wo beispielsweise Hayleys Mutter nicht gerade ein Garant an positiven Elementen darstellt. So richtig mag ich sie selbst nach Beenden des Buches noch nicht :D Auch, wenn ich sie verstehen kann. Im Gegensatz dazu konnten Hayleys Schwester und ihr bester Freund absolut bei mir punkten. Ich bin auch sehr froh, dass dieses Buch nicht in der typischen "der Kerl hat Geheimnisse und alles klärt sich erst später auf"-Manie verfasst wurde, sondern man als Leser eigentlich klar weiß, was Sache ist und somit sofort bemerkt, wenn Hayley eigentlich unbegründet aus dem Ruder läuft. Das empfand ich als sehr positiv und angenehm. Auch der Schreibstil des Buches lässt sich nur lobend erwähnen und wenn man einmal im Lesen drin ist, kann man nur schwer wieder aufhören. Hinzu kommt, dass man oftmals auch einfach nur lachen muss, denn ja, es gibt auch Momente, da geht es lustig zu. Ich sehe immer noch vor mir, wie Hayleys kleines Geheimnis aufgeflogen ist und muss dabei schmunzeln. Aber worum es dabei geht, das dürft ihr selber lesen ;) Alles in allem ist der Autorin hier ein toller zweiter Teil der "Extended" - Trilogie gelungen und ich freue mich schon jetzt, wenn uns im Herbst die dritte Geschichte aus dieser spannenden Welt erwartet.

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