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stephanienicol

Posted on 21.6.2020

Das Cover hat mir direkt super gut gefallen, weil es ein echter Eyecatcher ist! Dazu kommt noch, dass man der Außengestaltung auch direkt entnehmen kann, dass es sich um einen (hoffentlich) spannenden und blutigen Thriller handelt. Um was geht es? In Liverpool treibt ein Serienmörder sein Unwesen, der seine Opfer auf bizarre Art und Weise verunstaltet. Von Kopf bis Fuß mit skurrilen Symbolen tätowiert, setzt er die Frauen grausam in Szene. Schon seit über einem Jahr versucht die Polizei ihn zu fassen - doch der Täter hinterlässt keinerlei Spuren ... Im Mittelpunkt der Ermittlungen um die Mordfälle stehen Ruth Lake und Greg Carver! Bereits zu Beginn des Buches ist Carver in eine mysteriöse Situation verwickelt, die ihn beinahe das Leben gekostet hätte. Die meiste Zeit über liegt er im Krankenhaus und versucht, seine Gedächtnislücken zu schließen, was im Buch recht umfangreich dargestellt wird. Da er also die meiste Zeit über nicht ganz zurechnungsfähig ist, konnte ich mir von ihm kein richtiges Bild machen! Seine Kollegin Ruth Lake dagegen agiert von Anfang an! Man erfährt so gut wie gar nichts über sie, weshalb ich keine Bindung zu ihr herstellen konnte! Dazu kommt noch, dass ihr Verhalten an einigen Stellen echt komisch war, sodass ich sie überhaupt nicht einschätzen konnte! Ashley Dyers Schreibstil lässt als sehr bildlich und leider auch unspektakulär sowie emotionslos beschreiben! Daher hatte ich nicht das dringende Bedürfnis unbedingt weiterlesen zu wollen, was für mich einen guten Thriller unter anderem ausmacht! Die Handlung an sich rund um den "Dornenkiller" hat mir eigentlich ganz gut gefallen! Aber trotzdem hält sich die Spannung in Grenzen! An vielen Stellen wurde leider das enorm hohe Potenzial, das der Plot in sich trägt, nicht ausgenutzt! Was mich allerdings am meisten gestört hat, ist, dass die Mordserie im gesamten Mittelteil, der rund 250 Seiten umfasst, nur noch eine Nebenrolle spielt! Ich war verdutzt, dass der Fall des Serienmörders kaum noch zur Sprache kam und erst auf den letzten 100 Seiten wieder aufgenommen wurde. Ich hatte einige Male das Bedürfnis, das Buch abzubrechen. Dennoch wollte ich unbedingt wissen, wer sich am Ende wohl als "Dornenkiller" entpuppen würde, weshalb ich mich dann dazu entschieden hatte, die langweiligen Passagen nur noch queerzulesen oder zu überfliegen. Ein Thriller, der am Ende einige Fragezeichen hinterlässt und sich durch einen überflüssigen Mittelteil selbst ins Aus schießt: "Tattoo" von Ashley Dyer konnte mich leider gar nicht erreichen, geschweige denn überzeugen!

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