Profilbild von biscoteria

biscoteria

Posted on 25.5.2020

Vorab möchte ich mich an dieser Stelle bei netgalley.de und dem Verlag Lyx danken, für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars. Zurzeit gibt es recht viele Liebesromane im Bereich New Adult und mal bessere und mal schlechtere. Für mich war dieser Auftakt der Reihe im Mittelfeld. Nichts Außergewöhnliches aber auch nicht schlecht. Zusammengefasst ist es der Unistart für Raelyn. Diese kommt aus New York, so dass natürlich alle Leute erstmal von ausgehen, dass sie Hip und der Partymensch sein muss. Aber sie ist genau das Gegenteil. Der Ruf das graue Mäuschen zu sein, übertoppt sie noch. In ihrer Schulzeit gab es keine Partys, kein Alkohol, keine Freunde, nichts außer die eigenen vier Wände, die Galerie ihrer Mutter, gemeinsame Kunstreisen mit ihr und die Schule. So kommt sie total überfordert und verschüchtert an die Universität am anderen Ende von ihrer Heimat an. Weit weg von Mutti und deren Rockzipfel. Denn das wollte sie, um ihr eigenen Leben zu beginnen. Denn ihre Mutter hat sie immer in Watte gepackt und sie in ihrer Welt eingeschlossen, so das Raelyn gar nicht erwachsen werden konnte, wie andere Teenager. So ist sie am ersten Tag mit allem überfordert und freut sich wie sie von Kate angesprochen wird. Hübsch, YouTube-Star und in einer Mädchenverbindung. Ihr Job: Rette die Neulinge. Und dies macht sie richtig gut. Sie bringt Rae an April ran, die ebenfalls neu ist und freunden sich alle untereinander an. So kommt Rae auch an den, natürlich sehr gut aussehenden, Hunter ran. Dieser studiert auf Musik und bastelt mit seinen Kollegen an einem Album. Groß und gut aussehend, was Verruchtes. Welches Mädchen steht da natürlich nicht drauf. So dauert es auch nicht lange, das Hunter sie ins Auge springt und Interesse an ihr findet. Gerade weil sie die ruhige ist, die schüchterne und Bodenständige. So ganz anders als er. Er wirkt nach außen hin als ruhig und alles andere als Macho, aber er hat einen Ruf. Einen Ruf, den ihr niemand erklären will, aber sie erfährt von anderen, dass er schwierig ist wenn nicht sogar gefährlich. Aber sie kommen sich näher, die Gegenpole, die sie sind und Gefühle entstehen. Die Uni schreitet weiter voran und die Geschichte zwischen den beiden mit ihr. Was mir positiv aufgefallen ist: Anders als anderen fand ich, war die Zeit der Kurse und die Dozenten nicht übertrieben erwähnt. Ich finde das das Setting nicht aus den Augen verloren werden sollte und es ist nun mal auf der Uni. Ich hätte mir hier sogar mehr vom Unialltag gewünscht. Die Nebenfiguren Kate und April sind mir beide sehr sympathisch gewesen und auch das die Theatergruppe Rae unterstützt sie in ihrer Schüchternheit abzubauen. Die klammernde Mutter am Anfang, die etlichen Anrufe und Nachrichten, so sehr Rae sich beengt fühlte, so passte dies einfach zur Geschichte und der Entwicklung, welche damit auch ausgelöst wurde. Negativ ist mir leider das komplette Verhalten beider Charaktere aufgefallen. Rae hat das Benehmen einer 16-jährigen die nun von zu Hause ausbricht. Zu viele Dinge, die sie gemacht hat, sind überstürzt und verändern in Zukunft ihr ganzes Leben. Hier finde ich, hat sie sich zu sehr manipulieren und mitschleifen lassen. Hunter sagte, sie hüpfte. So ein Verhalten geht mal gar nicht. Dazu das dauernde „Entschuldigung“ am Anfang. Hier finde ich, wurde die Figur einfach überspitzt dargestellt und ihrer extreme Verängstigung, die sie durchlebt. Hunter ist für mich zu blass geblieben. Um sein Geheimnis nicht zu sehr ans Licht kommen zu lassen, gibt es nur kleine Einblicke in seine Person. So bleibt die Geschichte bei ihm aber viel zu oberflächlich. Die Auflösung war dann alles andere als überraschend. Hier finde ich viel schlimmer, dass eine Ex bis heute nicht weiß, warum er ihr damals gegenüber lauter geworden ist. Niemals jedoch handgreiflich. Er war mir während des ganzen Buches nicht wirklich sympathisch. Das Buch hat für mich daher im Ganzen einen mittelmäßigen Eindruck hinterlassen. Spannend denke ich wird da eher der zweite Teil, in dem es um Kate geht, der Musterstudentin und wie ihr Ruf leidet nach einem, den Leuten denkend, Fehltritt.

zurück nach oben