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buechereule92

Posted on 15.5.2020

In den durchaus poetischen Schreibstil von Nina habe ich mich auf Anhieb verliebt. Er ist aussdrucksstark, flüssig und unheimlich emotional. Mit jeder Seite merkt man, dass sie mit viel Herzblut und Liebe schreibt. Die Geschichte wird aus der Perspektive von Sasha und Jules erzählt, somit sind beide Gefühlswelten und Ansichtsweisen nachvollziehbar und lassen den Leser tiefer in die Handlung abtauchen. Sasha ist eher der Schüchterne, verträumt und bewegt sich relativ leise durch die große, weite Welt. Jules dagegen ist selbstbewusst und seinen Mitmenschen gegenüber sehr offen. Er trägt jedoch viel Wut in sich und kann diese häufig nicht steuern. Beide kämpfen sich durch das Leben, mit ihren Ängsten und inneren Dämonen, und sind damit einfach menschlich, wirken nicht aufgesetzt oder überzogen. Für mich die Zwei authentische und sehr sympathische Charaktere/Protagonisten, die sich trotz ihrer völlig unterschiedlichen Züge in vielen Dingen ergänzen und somit die perfekte Einheit bilden. Auch die Nebencharaktere, wie z.B. Bekah und Miguel, tragen zu der Geschichte bei und wachsen einem schnell ans Herz. Die Handlung wird nicht durch unrealistische Begebenheiten geprägt und auf den großen Knall, wie in den meisten NA-Büchern, kann man lange warten. Genau das macht dieses Buch zu etwas ganz Besonderem. Die Liebesgeschichte zwischen Jules und Sasha geht eher ruhig von statten und ist alles andere als auffällig. Doch gleichzeitig werden beim Lesen so viele Emotionen in einem geweckt, dass es kaum auszuhalten ist. Dieses Buch ist so viel mehr als nur eine Geschichte über zwei junge Männer, die Gefühle füreinander empfinden, denn es zeigt auch den Ernst des Lebens, den Weg sich über seine Grenzen hinaus zu bewegen und mit seinen Ängsten zu leben und umzugehen. Vor allem regt "All the fucks we give" zum Nachdenken an, denn die Gefühlen machen keinen Unterschied zwischen den Geschlechtern. Die Liebe fällt wohin sie will und ich finde es schade, dass es vielen Menschen immer noch so schwer fällt das zu akzeptieren. Ich liebe dieses Buch, ich liebe Sasha und Jules und kann die nächsten Bücher von Nina kaum abwarten! "All the fucks we give" gehört eindeutig zu meinen Jahreshiglights!

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