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sarah.booksbeauty

Posted on 13.5.2020

Der Kriminalroman "Dem Kroisleitner sein Vater" wurde von dem Autor "Martin Schult" geschrieben und ist im "Ullstein Verlag" erschienen. Einen Krimi habe ich mir jedoch anders vorgestellt und war hiermit nicht zufrieden. Der Kroisleitner in dem kleinen Dorf St. Margarethen wurde tot aufgefunden. Mit 104 Jahren ist das keine Seltenheit. Dem Anschein aber nach folgt alles auf einen Mord zurück. Schnell übernimmt die Kriminalpolizei aus der nahen Bezirkshauptstadt den Fall. Ausgerechnet Frassek wird ins Visier genommen, obwohl er sich eigentlich nur beim Wandern von seinem Alltag erholen wollte. Vom Tatverdächtigen wird Frassek noch zum Ermittler. Die Leseprobe des Krimis hat mich neugierig gemacht und lässt auf einen lustigen und spannenden Roman hindeuten. Der Schreibstil des Autors und die Aufmachung finde ich interessant. Gleich zu Anfang wird das Dorf und eine Auflistung aller Charaktere gezeigt. Schnell wird klar, warum das notwendig ist. Sowohl die Handlung, als auch die Personen waren einfach zu viel. Ich hatte den Eindruck, dass der Autor jedes Genre ausschöpfen wollte. Von Kriminalroman, Drama und Komödie ist alles enthalten. Die Handlung wurde schon nach einer kurzen Zeit schwammig. Die Geschichte besitzt keinen Fokus und wechselt von einem Thema zum nächsten. Als Leser der Handlung zu folgen war anstrengend und nervtötend. Die Lust am Lesen hatte ich zum Ende hin gar nicht mehr. Ein Strang, an dem man sich am Geschehen entlang tasten kann, fehlt und macht es schwer der Geschichte zu folgen. Durch die Vermischung der Genres und der Ortswechsel ist die Harmonie weggeblieben. Zudem kam die Spannung kaum auf. Im Gegenteil, ich fand die Handlung recht langatmig und uninteressant. Erst ist der Mordfall im Fokus, danach plötzlich das Leben von Frassek und Themen aus dem Zweiten Weltkrieg. Somit war der Ansatz gut gewählt, nur kein Thema wurde richtig ausführlich ausgearbeitet und war nur von jedem etwas. Die Charaktere waren nicht zu knapp und spielten alle eine große Rolle in der Handlung, trotzdem habe ich mich mit keiner Person vertraut gefühlt. Die Sympathie hat mir ebenfalls gewählt, da die Charaktere nie in die Tiefe gingen. Den Überblick habe ich dann auch nicht behalten können. Schade, dass ein Roman so viele Lücken aufgeweist hat. Der Kriminalroman hat mich enttäuscht. Die Leselust hat mir durch die langatmige Handlung gefehlt und auch mit den Charakteren konnte ich mich nicht anfreunden!

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