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Lisa

Posted on 25.4.2020

Die 18-jährige Kate zieht nach Wunsch ihrer Mutter von New York ins kleine Eden,wo sie bei einem schrecklichen Unfall Henry kennenlernt,der ihr hilft.Er ist geheimnisvoll und strahlt dabei eine Traurigkeit aus,die sich Kate nicht erklären kann.Um ihre Freundin Ava zu retten geht sie jedoch eine Forderung ein,die ihr erst später gewahr wird:Sie muss sieben Prüfungen bestehen,die ihr vom Rat der Götter gestellt werden.Wenn sie besteht,erlangt sie Unsterblichkeit,wenn sie jedoch versagt,wird nicht nur ihre Mutter sterben müssen...Wird sie die Prüfungen schaffen,auf die sie weder vorbereitet wurde,noch von ihnen weiß wann und wo sie kommen? Als ich mir den Klappentext durchgelesen habe war ich begeistert.Die Idee die dahinter steckt ist endlich mal etwas Neues und deswegen habe ich mich umso mehr gefreut,dass ich es lesen durfte. Kate ist ein Mädchen,das sehr realistisch in diesem Buch rübergekommen ist:Sie ist nicht perfekt,glaubt nicht sofort die Göttergeschichten,die Henry ihr erzählt und braucht erstmal Zeit,die Geschehnisse zu verarbeiten,bevor sie sie glaubt.Sie macht Fehler und ist dabei voller Schuldgefühle,verbunden mit einer tiefen Liebe zu ihrer Mutter,die sie weder enttäuschen noch verlieren will.Dabei ist sie keineswegs kindlich-naiv und ist sich ihrer Handlungen bewusst. Henrys Charakter hingegen war mir leider etwas zu...glatt und unausgereift.Ich war zwar sehr froh,dass er seine Gefühle für Kate nicht durch ständiges Jammern á la 'Ich-will-dich,aber-wir- können-nicht,weil-ich-so-schlecht-für-dich-bin' zum Ausdruck gebracht hat aber andererseits hat er sie auch nicht sehr oft gezeigt und da ich ja so romantisch veranlagt bin,hätte ich mir gewünscht,nicht nur ein paar konkrete Charakterzüge zu fassen zu bekommen sondern eben auch,dass er seine wahren Gefühle einmal offen niederlegt.Ich war mir nämlich manchmal gar nicht so sicher,was er nun ernst meint oder er nicht doch irgendetwas im Schilde führt... Der Plot hat mir ganz gut gefallen,die Idee mit den Göttern fand ich erfrischend anders.Es müssen ja nicht immer Vampire sein ;) 'Das göttliche Mädchen' liest sich in einem Rutsch durch,da die Handlung fließend ineinander übergeht und auch der Schreibstil schön flüssig und angemessen ist.Einerseits merkt man Henry nämlich auch an,dass er ein Jahrhunderte alter Gott ist,weil er leicht gediegener redet als die jugenliche Katherine,andererseits ist es aber weder übertrieben noch nervend.Die Aufgaben bleiben bis zum Ende hin offen,erst dort erfährt man,welche Aufgaben wie bestanden oder eben nicht bestanden wurden und ob Kate es geschafft hat oder nicht.Mir fehlte ein wenig die Spannung bei diesen Aufgaben,ich hätte sie mir einfach spektakulärer vorgestellt,´was der Geschichte meiner Meinung nach aber kaum einen Abbruch tut.

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