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zwischenworten

Posted on 21.4.2020

Zuerst einmal vielen Dank an das Bloggerportal sowie den cbt Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars. Dieser Post enthält unbezahlte Werbung und die Rechte liegen bei dem Verlag. Dies beeinflusst jedoch in keiner Weise meine persönliche Meinung zu diesem Buch. Nachdem ich Fake It Till You Break It von Jenn P. Nguyen wirklich gerne gelesen habe, war ich umso gespannter auf dieses Buch von ihr. Ich habe eine leichte, erfrischende Lektüre erwartet und auch genau das bekommen. Alles, nur kein Surfer Boy ist ein schönes Jugendbuch, das mir insgesamt ganz gut gefallen hat. Warum ich dem Buch 3,5 Sterne gegeben habe, könnt ihr in der folgenden Rezension nachlesen. Doch worum geht es eigentlich in Alles, nur kein Surfer Boy? Taylor hat ein Ziel: Die Aufnahme auf der Columbia University, um dort Jura zu studieren und die beste Rechtsanwältin überhaupt zu werden. Alles läuft nach Plan, sie ist die Zeitbeste ihres Jahrgangs und auch ansonsten hat sie alles getan, um eine überzeugende Bewerbung einzureichen. Dann kommt die Antwort auf ihre Bewerbung an ihrer Lieblingsuniversität. Taylor hat es nur auf die Warteliste geschafft und ist so geschockt, dass ihre beste Freundin Carly sie mit auf eine Party nimmt. Ein wenig Alkohol und einen Tag später wacht sie im Bett von Evan auf. Taylor weiß nicht mehr, wie sie dort überhaupt gelandet ist und all die Gerüchte an ihrer Schule über sie machen sie fertig. Sie schmiedet einen Plan, um ihren Ruf wiederherzustellen. Evan soll ihren Freund spielen. Doch lässt er sich darauf ein? Und wird das Ganze in einem Desaster enden? Die Charaktere Zum einen haben wir dort Taylor. In ihrer Schule als Eiskönigin und die perfekte Schülerin bekannt, könnte sie auf den ersten Blick vielleicht unsympathisch wirken. Das tut sie jedoch keinesfalls, vielmehr fand ich sie vom ersten Augenblick an überaus liebenswürdig, schlagfertig und durchaus authentisch. Außerdem ist sie von ihrer Meinung überzeugt und ein starker weiblicher Hauptcharakter, was mir sehr gut gefallen hat. Unser männlicher Hauptcharakter ist Evan. Er wirkt auf den ersten Blick ein wenig wie der Aufreißer schlechthin, zumindest sofern man Taylor Glauben schenken mag. Er hält nichts von Beziehungen und ist für One Night Stands offen. Dennoch wirkte er für mich nicht wieder der typische Badboy und genau das hat mir so unheimlich gut gefallen! Es war endlich einmal etwas abseits von Klischees. Mit Evan haben wir weder den typischen Draufgänger noch das Mauerblümchen. Sondern vielmehr einen wirklich sympathischen und authentischen Charakter mit positiven Eigenschaften und Fehlern zugleich. Ich mag Evan total gerne und habe es geliebt, von ihm zu lesen. Er ist herzensgut mit Taylors kleiner Schwester umgegangen und hat wirklich interessante Vorlieben (Meeresbiologie), von denen ich bisher in Büchern eher selten gelesen habe. Auch die anderen Charaktere fand ich alle ganz authentisch und gut entwickelt. Die Bewertung Beginnen wir erst einmal mit dem, was mir an Alles, nur kein Surferboy gut gefallen hat: • An allererster Stelle muss ich einfach den unglaublich guten Schreibstil der Autorin erwähnen! Ich bin ganz verliebt in ihre humorvolle und leichte Schreibweise, die mich oft zum Grinsen gebracht hat • Außerdem fand ich es wunderbar, dass beide Hauptcharaktere nicht nur den Klischees entsprochen haben, sondern eine gute Balance hatten. Die Charaktere sind beide schlagfertig und handeln selbstständig, was ich wirklich geliebt habe. • Die Familiensituationen der Charaktere fand ich auch total interessant. Die Eltern der beiden sind jeweils geschieden und beide haben einen neuen Stiefvater. Evans Stiefvater ist ein kompletter Idiot, Taylors hingegen einfach nur wundervoll. Ich fand es schön gemacht, dass diese Familienkonstellation einmal sehr gelingt und einmal überhaupt nicht. Auch insgesamt ist die Familiensituation beider Charaktere schön entwickelt und genau mit der richtigen Portion Drama dosiert worden. • Wirklich gut gefallen haben mir auch die zusätzlichen Seiten am Ende des Buches, in denen man einen Einblick in Taylors Notizen bekommen hat. • Die Handlung war größtenteils ganz realistisch und ich habe mich beim Lesen kein einziges Mal gelangweilt. Nicht ganz so gut gefallen haben mir folgende Dinge: • Auf den ersten Seiten reagiert Taylor sehr voreingenommen und bezeichnet andere Frauen als Tussis, was ich persönlich sehr daneben finde. Jedoch merkt sie relativ schnell selbst, dass das falsch ist und reflektiert dies auch. Das wiederum hat mir ganz gut gefallen, denn eine solche kritische Sichtweise sollte es in Jugendbüchern öfter geben. • Ich fand es ein wenig unlogisch, warum Evan letztendlich dem Vertrag zugestimmt hat, so zu tun, als wäre Taylor seine Freundin. Taylors Gründe dafür konnte ich zumindest teilweise nachvollziehen, Evans Gründe leider gar nicht wirklich. • Wie so oft bei Büchern frage ich mich, warum die Charaktere nicht miteinander reden. Natürlich ist das nicht immer leicht, aber so viele Missverständnisse hätte man ausräumen können, wenn man nur miteinander redet. Das hat mich fast wahnsinnig werden lassen, aber die Lösung zum Ende hin fand ich dann wiederum ganz gut. • Ich hätte mir vielleicht noch einen Epilog gewünscht. So fand ich das Ende zwar zufriedenstellend, aber ein wenig zu schnell. In einigen Punkten fand ich das Buch ein wenig sehr klischeehaft und teils nicht wirklich authentisch, vor allem was die Gründe für die Fakebeziehung angeht. Wenn man darüber hinwegsieht, ist Alles, nur kein Surferboy letztendlich insgesamt ein schönes humorvolles Buch für zwischendurch. Man muss sich jedoch bewusst sein, dass es ein Jugendbuch ist. Insgesamt gebe ich Alles, nur kein Surferboy 3,5 Sterne.

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