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lieblingsbucher15

Posted on 16.4.2020

Der Einstieg in die Story hat mir sehr gut gefallen, denn Schreibweise der Autorin hat mich sehr neugierig gemacht. Die Protagonistin Jane wendet sich nämlich immer mal wieder direkt an den Leser. Dadurch habe ich mich direkt sehr integriert in die Geschichte gefühlt andererseits war es auch sehr gewöhnungsbedürftig. Man merkt direkt von Anfang an, wie gerne Elizabeth Kay erzählt. Sie gibt sehr viele Details, besonders was die Freundschaft von Jane und Marnie angeht. Man bekommt sehr viele Einblicke in die Vergangenheit der beiden. Zum Beispiel, wie sie sich kennengelernt haben oder was sie bereits alles durchgemacht haben. Das fand ich Anfangs sehr interessant allerdings muss ich sagen, dass viel davon gar nichts zur Handlung beiträgt sondern einfach nur dazu da ist, um die Freundschaft der beiden zu charakterisieren. Deshalb gab es rückblickend auch gar nicht so viel Handlung, was denke ich auch der Grund ist, dass sich das Ganze nach einer gewissen Zeit so im Sand verlaufen hat. Der Spannungsbogen viel deshalb total ab un dich hatte mittendrin so gut wie keine Motivation mehr weiter zu lesen. Daher würde ich das Buch ehrlich gesagt auch nicht als Thriller einstufen, sondern eher als eine Art Psychogramm von Jane und ihrer Freundschaft zu Marnie. Die Autorin erzählt, hauptsächlich davon, wie sich die Freundschaft zwischen zwei Personen verändert, wenn sich die Lebensumstände verändern. Si erörtert auch, ob die freundschaftliche Liebe die romantische Liebe überbieten kann. Die Idee, die Jane von der Freundschaft zu Marine hat ist absolut krank und hat mich teilweise echt geschockt. Deshalb konnte ich mich auch nicht mit Jane anfreunden. Ihre Handlungen, Gedanken und Motive in den Beziehungen die sie hat, konnte ich einfach überhaupt nicht nachvollziehen. Allerdings war es auch auf Jeden Fall Interessant einen Thriller aus der Sicht des Täters zu lesen. Ich denke wen man sich vorher darauf einstellen würde und weiß, was da auf einen zu kommt, ist das auf jeden Fall interessant zu lesen. Doch wenn man so wie ich mit komplett anderen Erwartungen an das Buch daran geht und sich so viel Spannung, Plotttwists und Handlung wünscht, ist das leider etwas enttäuschend. Die Art, wie die Autorin nach und nach die Sieben Lügen erzählt ist mal etwas ganz neue und hat mir sehr gut gefallen. Besonders da die erste Lüge ja erst der Anfang ist. Leider wurde das Potential zur Spannung in diesem Punkt überhaupt nicht ausgenutzt und die Lügen sind leider nicht so spektakulär, wie ich sie mir vorgestellt hatte. Ich kann gerade nur noch 2 oder 3 aufzählen :/ Erst in den letzten 50 Seiten wurde es dann nochmal spannend und im nächsten Moment war es dann auch vorbei. Der Schluss kam so schnell und hat mich leider gar nicht zufrieden zurückgelassen. Das Ganze wurde nicht wirklich aufgeklärt und man hat keine Vorstellung, wie es jetzt weitergeht. Das fand ich etwas schade, denn so habe ich nicht wirklich das Gefühl mit dem Buch abschliessen zu können. Man merkt: Ich war beim lesen irgendwie ziemlich hin und hergerissen, wie es mir gefällt, deshalb viel es mir auch sehr schwer dieses Buch zu bewerten... Ich würde euch raten erstmal in das Buch rein zu lesen und zu schauen, ob das was für euch ist, bevor ihr es euch mit falschen Hoffnungen zu legt ;)

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