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Judikos Welt

Posted on 15.4.2020

Andreas Winkelmann gehört seit "Tief im Wald und unter der Erde", zu meinen Lieblingsthrillerautoren. Klar, dass dann auch die Bücher, unter seinem Pseudonym Frank Kodiak, nicht fehlen dürfen. Hier, im Fundstück, dreht sich alles um einen Koffer. In einem Reisebus, von Düsseldorf nach Bremen bleibt ein solcher übrig. Als der Fahrer hineinschaut, bekommt er einen Schock. Der Bremer Kommissar Olav Thorn wird mit dem Fall beauftragt, doch schnell stellt sich heraus, dass der Fall über die Bremer Grenzen hinausgeht. Ein Serienkiller, der das Spiel "Ich packe meinen Koffer und auf die Reise geht..." makaber ernst nimmt. Ein Wettlauf gegen die Zeit und Olav Thorn und seine Kollegen versuchen ihr Möglichstes. Eigene Meinung : Ich habe diesen Thriller mit jemandem zusammen gelesen und hatte wieder jede Menge Spaß, beim Entschlüsseln des Rätsels, wer hinter all den Grausamkeiten steckt und warum? Einige Szenen haben mir einen Schauer über den Rücken laufen lassen. Momente, bei dem der Täter mit dem Opfer in einem Raum war und eine Normalität ablaufen lässt , wie z.B. Kaffee kochen und dabei ein Lied trällert, von Peter Cornelius' "Der Kaffee ist fertig". Ich konnte mir Gerüche und das Beschriebene bildlich vorstellen und ich fand es wirklich gruselig. Kurz vorm Showdown muss man sich allerdings etwas konzentrieren (sehr viele Namen, sehr viele Orte), damit man die geniale Auflösung auch versteht. Fazit: Wieder ein sehr gelungener Thriller der mir jede Menge Spannung und Spaß am Miträtseln geliefert hat. Ich würde sagen, das hatte Hand und Fuß! Wissenswertes über Frank Kodiak: Warum ein Pseudonym? Warum schreibt er nicht nur unter Andreas Winkelmann? Er selbst sagt, dass er schon immer auch mal jemand anderes sein wollte und Frank Kodiak ist quasi das düstere ich von Andreas Winkelmann. Eine Möglichkeit noch abgründiger zu schreiben. Die Zwei teilen sich nicht nur das Arbeitszimmer, sondern also auch den Kopf.

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