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stinsome

Posted on 2.4.2020

Der Klappentext klingt nach einer lockerleichten, aufregenden Collegeromanze mit ein bisschen Versteckspielen und ganz viel Football und genau das bekommt man als Leser auch. Leider aber nicht mehr. Cora Carmack hat einen angenehmen Schreibstil und einen Humor, der mich regelmäßig zum Schmunzeln gebracht hat. Vor allem das Kennenlernen der Protagonisten bereitet viel Freude, weil sie sich auf ungewöhnliche Weise kennenlernen und auf Anhieb erfrischend ehrlich und unkompliziert miteinander umgehen. Nachdem Dallas auf einer Party ein Gespräch mitanhört, demzufolge Silas Moore nur mit ihr flirtet, weil er sie ins Bett bekommen will, schreit sie wutentbrannt ihren Frust von einem Balkon in die Nacht hinaus. Carson McClain, der seinen neuen Footballkollegen aus dem Weg gehen möchte, sitzt währenddessen unten im Garten und beobachtet das Spektakel amüsiert. Er macht auf sich aufmerksam und kommt nicht drumherum, mit ihr zu flirten, da er den Rotschopf auf Anhieb interessant findet. Noch interessanter wird sie ihm, als sie ihm verbietet, mit ihr zu flirten, und auf der Flucht vor Silas geradewegs von dem Balkon in seine Arme springt ... Zwischen den beiden fliegen sofort die Funken, was auch bis zum Leser durchdringt. Leider scheint es für die beiden keine Zukunft zu geben, da eine Beziehung zur Tochter des Coaches Carsons Platz im Team gefährden könnte und Dallas sich ohnehin geschworen hat, nie wieder etwas mit einem Footballspieler anzufangen, wurde sie doch vor Jahren einmal sehr von einem verletzt. Es beginnt also eine Zeit des Ankämpfens gegen ihre Gefühle, des Annäherns, des Versteckspielens ... Diesbezüglich liefert das Buch keine Überraschungen und auch nichts Neues. Ich habe das Buch schnell durchgelesen und hatte viel Spaß dabei, weil ich Dallas und Carson schnell ins Herz geschlossen habe. Dallas ist eine starke, direkte Protagonistin und Carson ist ... perfekt. Er sieht unglaublich gut aus, ist witzig und ein verdammt lieber Kerl, der Dallas zuhört und sie nicht unter Druck setzt. Leider hinterlässt das Buch aber keinen bleibenden Eindruck, weil das Potential zur Tiefe nicht genutzt wurde und die Handlung nicht heraussticht. Die Baustellen, die es bei Dallas als auch bei Carson gibt, werden zwar angesprochen, aber nicht richtig thematisiert - das Beseitigen dieser Probleme wird einfach übersprungen und dem Leser vorenthalten. Dadurch reiht sich der erste Band der "Forever in Love"-Reihe leider nur zu den College-Liebesromanen ein, die man mal zwischendurch lesen kann. Fazit Bereitet durchaus viel Spaß, sticht aber leider nicht heraus, weil die nötige Tiefe und die Besonderheiten in der Handlung fehlen. Dennoch zwei sehr sympathische Protagonisten, die super zusammenpassen und dem Leser ein Lächeln aufs Gesicht zaubern. Ich vergebe 3,5 Sterne.

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