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stephanienicol

Posted on 28.3.2020

Über die Zeitenzauber- Trilogie von Eva Völler wurde in letzter Zeit sehr viel gesprochen und vor allem stolperte man in so gut wie jedem Buchblog über die Rezensionen. Vor kurzem erschien nun der dritte und abschließende Band der Trilogie und so dachte ich mir, dass ich ja nun auch mal anfangen könnte, die Reihe zu lesen. Nachdem ich den Roman „Die magische Gondel“ nun gelesen habe, blieb ein eher zwiespältiges Gefühl zurück. Aber erstmal etwas zur Geschichte: Die 17-jährige Anna ist ein ziemlicher Durchschnittsteenager, der seine Sommerferien mit den Eltern in Venedig verbringt. Bei einem Spaziergang durch die Stadt fällt Anna eine rote Gondel auf, und das, obwohl doch eigentlich alle Gondeln in Venedig schwarz sein müssen. Bei einem Fest fällt Anna dann ins Wasser, nachdem sie die rote Gondel betreten hat – und erwacht im Jahr 1499. Offensichtlich hat sie einen Zeitsprung gemacht, da sie 1499 ein wichtiges Ereignis verhindern soll, um die Zukunft so zu erhalten, wie wir sie heute kennen. Dabei trifft sie auf den geheimnisvollen Sebastiano, der ebenfalls ein Wanderer zwischen den Zeiten ist und weitere illustre Gestalten, die den beiden an den Kragen wollen. Nun gut, es ist ein Jugendbuch. Deshalb hat Eva Völler wohl einige Mühen darauf verwendet, Anna so jugendlich wie möglich darzustellen, was ich jedoch eher als kindlich- naiv empfunden habe. Manchmal hätte ich ihr gerne einen gehörigen Klaps auf den Hinterkopf verpasst, damit sie die Dinge etwas klarer sieht. Trotzdem fand ich Anna und Sebastiano als Hauptfiguren recht sympathisch und auch die aufkeimende Liebesgeschichte der beiden war nett zu lesen. Eva Völler überragte natürlich mal wieder alles mit den Schilderungen von Venedig, vom Alltagsleben, der Beschreibung der Menschen – einfache Leute ebenso wie Adelige. Dass sie das kann, hat sie ja nun auch schon oft bewiesen. Trotzdem blieb die Geschichte für mich seltsam farblos. Ich kann nicht mal richtig beschreiben, was mir gefehlt hat, aber der letzte Funke ist einfach nicht übergesprungen. Das System der Zeitreisen, wie es hier angelegt ist, hat sich mir nicht ganz erschlossen und da half es nicht unbedingt, wenn die Hauptperson auch noch nicht sehr intelligent ist und auch keine Ahnung von nix hat. Nichtsdestotrotz werde ich mir aber den zweiten Band auf jeden Fall noch kaufen und lesen, um mir dann eine abschließende Meinung darüber bilden zu können – auch im Vergleich – ob ich die Geschichte mag oder nicht. Bisher bin ich etwas gespalten in meiner Meinung. Auf der einen Seite stehen das interessante Thema, die süße Liebesgeschichte und die tollen historischen Fakten, die Eva Völler wirklich gut darstellt, auf der anderen Seite stehen die Ungereimtheiten, die sich für mich nicht aufgelöst haben und die leicht dusselige Hauptfigur, die ihrem Geliebten vorschlägt, er solle sie doch bei Facebook suchen, wenn er mal wieder in der Zukunft ist. Und wenn das nicht klappt, habe sie auch noch Myspace und SchülerVZ.

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