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Posted on 20.3.2020

Buchgestaltung Die deutschen Cover treffen überhaupt nicht meinen Geschmack, deshalb will ich dazu eigentlich nichts mehr sagen ;P Die englischen Cover dagegen sind echt genial! Sie zeigen immer genau das Motiv, welches dem Inhalt des Buches entspricht. Meinung Für mich wurde nach langem endlich mal wieder der Fluch der Mittelteile besiegt! Ich war etwas skeptisch, als ich den Klappentext las. Nach dem Labyrinth kommt nun eine Wüste? Wird das nicht eine Neuauflage vom ersten Teil? Und wird der Autor es schaffen die Spannung zu halten und endlich die vielen Fragen zu beantworten? Ja! Das Buch hat meiner Meinung nach zwar einen raschen Start, aber keinen allzu spektakulären. Ich hab eine kleine Weile gebraucht, bis ich wieder in der Geschichte drin war, aber dann war es, als würde ich vom Blitz getroffen! ;) Die Spannung hält sich konstant im ganzen Buch und ist stets allgegenwärtig. Sei es nun die schrecklichen Aufgaben, die wieder bewältigt werden müssen, mysteriöse Nachrichten oder schockierende Enthüllungen, der Plot nimmt stets unerwartete Wendungen. So erfährt man viel neues, aber es entstehen auch etliche andere Fragen. Das ist einer der Minuspunkte, die ich dem Roman negativ anrechnen werde. Für mich persönlich gab es einige 'anstrengende' Momente, in denen ich einfach nur wissen wollte, was jetzt endlich Sache ist und ob ich mit meinen Vermutungen richtig liege, aber der Autor reizt die Geduld des Lesers voll aus. Mal abgesehen davon hat mir das Buch fast genauso gut gefallen, wie Band 1. Die Charaktere entwickeln sich weiter, es gibt einige Neue, die dazu stoßen und es gibt immer jemanden mit dem man mitfiebert (besonders Thomas) und der einem sympathisch ist. Thomas zeigt hier noch mehr seiner guten Eigenschaften und beweist, dass er Anführer-Qualitäten hat. Etwas schade war, aber, das dabei viele der Charaktere doch auf der Strecke bleiben und man sehr wenig über dieser erfährt. Teilweise kennt nicht einmal Thomas ihre Namen und ich finde, da hätte man mehr draus machen können, vor allem, weil das in Teil eins irgendwie anders gelöst wurde. Die vielen Ideen, die James Dashner hier wieder einbaut, fand ich absolut genial, auch, wenn sie einfach nur erschreckend und teilweise sehr grausam sind. Man kann gar nicht anders, als den Atem anzuhalten, während des Lesen, weil man total oft denk: was, oh nein?! Und stellenweise richtig mitleiden muss, wenn es mal wieder hart auf hart kommt. Manchmal hatte ich allerdings das Gefühl, das unter dem Schreibstil etwas die Emotionen der Geschichte gelitten haben. Die meiste Zeit habe ich den Schreibstil echt geliebt, weil er einfach die Atmosphäre aufrecht erhält, aber zwischen bestimmten Dialogen, fehlte mir ein klein wenig mehr Tiefgang und Einblick in die Gefühle der anderen, Thomas mal außen vor gelassen. Trotzdem bleibt das Konzept gut durchdacht und steuert mit Höchstgeschwindigkeit auf ein Ende der Reihe zu, das uns sicherlich alle aus den Socken hauen wird! ;) Vielleicht sollte ich euch noch vor dem fiesen Cliffhänger am Ende warnen?! Gnadenlos lässt der Autor uns mal wieder zurück und ob das schön ist, ist wieder eine andere Frage. Ich jedenfalls ärgere mich schon darüber, das viele Fragen unbeantwortet bleiben und man sich wieder bis zum Folgeband gedulden muss. Fazit Spannender zweiter Teil, einer lesenwerten Reihe, die Spannung ganz groß schreibt, dabei Abenteuer mit Dystopie verbindet und einen immer wieder überraschen kann.

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