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Sarina

Posted on 14.3.2020

„Wie viel Leben passt in eine Tüte?“ ist ein Buch, auf das ich ohne die liebe Bloggerwelt niemals aufmerksam geworden wäre, was wirklich schade gewesen wäre, da mir eine der schönsten Geschichten, die ich jemals gelesen habe, durch die Lappen gegangen wäre. Donna Freitas hat sich mit ihrem wunderschönen und feinfühligen Schreibstil direkt in mein Herz geschrieben. Von der ersten bis zur letzten Seite war ich in der Geschichte versunken und habe es einfach nur genossen dieses Buch zu lesen bzw. durch die Zeilen zu fliegen. Mit zunehmender Seitenzahl ist in mir schließlich der Wunsch aufgekommen, dass „Wie viel Leben passt in eine Tüte“ niemals enden mag :) Seit dem Tod ihrer Mutter hat sich in Rose’s Leben einiges verändert; sie hat sich verändert. Von dem einst fröhlichen und lebenslustigen Mädchen, das Musik und Tanzen über alles geliebt hat, ist nur noch wenig übrig geblieben. Rose hat sich fast vollkommen in sich zurückgezogen und hält ihre Freundinnen sowie ihren Freund Chris zunehmend auf Distanz, da sie mit ihrer Trauer allein sein möchte. Hinzukommt, dass sich Rose große Sorgen um ihren Vater macht, der seinen Schmerz über den Verlust seiner Frau, immer häufiger im Alkohol ertränkt. Ein Lichtblick in dieser schweren Zeit, gibt ihr das letzte Geschenk ihrer Mutter: ein Survival Kit, in dem sich einige Dinge befinden, die Rose helfen sollen langsam zurück ins Leben zu finden. Und tatsächlich zeigt das Survival Kit seine Wirkung: Es verändert Rose und ihr Leben Stück für Stück. Nicht ganz unbeteiligt an dieser Entwicklung ist aber auch Will, mit dem Rose auf fast schicksalhafte Art und Weise immer wieder zusammengeführt wird. Rose war mir vom ersten Augenblick an sympathisch und ich konnte ihre Trauer nur zu gut verstehen. Mit dem Tod eines geliebten Menschen klarzukommen ist alles andere als leicht, da es ein tiefgreifender Einschnitt in das eigene Leben ist. In einem Moment scheint noch alles in Ordnung zu sein, man ist glücklich, sorglos etc. und dann plötzlich ist diese heile Welt verschwunden. Was bleibt ist der Schmerz und ein Haufen Erinnerungen an die glücklichen Tage, die nun so weit entfernt scheinen. Einen Verlust zu akzeptieren und nach vorne zu schauen, braucht seine Zeit. Zum Glück ist Rose nicht ganz allein, sondern hat ihre Freundinnen, das Survival Kit und Will an ihrer Seite. Will versteht so gut wie kein anderer was Rose gerade durchmacht, da er in seiner Vergangenheit wie sie einen schweren Schicksalsschlag erlitten hat. Darum ist er auch ein eher ruhiger und in sich gekehrter Junge, der lieber unauffällig bleibt. Rose und Will verbringen im Verlauf der Geschichte mehr und mehr Zeit miteinander, führen Gespräche und kommen sich dabei langsam näher, was sooo schön zu beobachten ist. Donna Freitas hat ihre Charaktere sehr liebevoll gestaltet, sodass man sie einfach in sein Herz schließen muss. Sie haben für mich diese Geschichte auch ausgezeichnet. Ach ja ich weiß gar nicht, was ich noch sagen soll außer, dass „Wie viel Leben passt in eine Tüte?“ ein kleiner Schatz ist. Natürlich bekommt man nicht nur fröhliche Momente zu lesen, sondern auch traurige – um ehrlich zu sein habe ich innerhalb der knapp 400 Seiten jegliche Art von Emotionen durchlebt - wobei am Ende die Freude überwiegt. Mein Fazit Mit „Wie viel Leben passt in eine Tüte“ erzählt Donna Freitas eine wirklich berührende Geschichte über das Abschied nehmen und wie man nach einem großen Verlust langsam zurück ins Leben findet. Mich hat das Buch von Anfang an gefangen genommen, sodass ich es gar nicht mehr aus der Hand legen wollte. Darüber hinaus waren mir die beiden Protagonisten Rose und Will so sympathisch, dass ich sie einfach in mein Herz schließen musste. Alles in allem war „Wie viel Leben passt in eine Tüte“ ein wahres Lesehighlight, das ich euch nur wärmstens empfehlen kann!

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