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weinlachgummi

Posted on 3.3.2020

Auf Renegades von Marissa Meyer war ich sehr gespannt, da mir schon die ersten Bände der Luna Chroniken von ihr gefallen haben. Stell dir vor, es gibt Wunderkind, diese haben besondere Fähigkeiten. Sie können z.B. fliegen oder sich in einem Schwarm Schmetterlinge verwandeln, ziemlich cool. Es gibt aber auch welche, die können Gedanken manipulieren oder Bomben entstehen lassen, nicht mehr ganz so cool. Was macht der normale Mensch da, genau, er versucht die Wunderkinder zu unterdrücken und auszulöschen, denn sie sind ja eine Gefahr. Nun kommen die Anarchisten, diese wollen eine Welt, in der sich Wunderkinder nicht mehr verstecken brauchen. Die Revolution läuft etwas aus dem Ruder, das komplette System bricht zusammen. Die Anarchisten wollen Freiheit und die Menschen nützen es aus, dass es keine Gesetze mehr gibt. So herrscht Chaos und Gewalt. Bis die Renegades auftauchen und die Macht an sich ziehen. Sie sind die Guten, die Helden, welche die Anarchisten geschlagen haben. Doch man merkt schnell, Gut und Böse sind hier begriffe, die sehr dehnbar sind. Sind die Schurken wirklich so böse und die Helden so gut? Nova gehört zu den Anarchisten, es war nicht wirklich eine bewusste Wahl, sie ist da eher hineingeboren worden, den der Anführer war ihr Onkel. Adrian ist ein Renegade, auch er wurde in diese Rolle geboren, seine Mutter war ein Gründungsmitglied und auch die zwei Männer, die ihn dann adoptiert haben, gehören zu den Gründern. Beide sind sie in die Rollen der Guten und Bösen gedrückt worden, beide sind sie sich nicht sicher, ob dieser Stempel den so passt. Nova merkt immer mehr, dass nicht alles schwarz oder weiß ist und Adrian, dass man manchmal auch gegen die Regel verstoßen muss, um etwas zu erreichen. Und die beiden kommen sich auch näher. Das Buch beginnt richtig stark und es gab auch immer wieder spannende Stellen, doch konnte mich die Handlung nicht durchgehend fesseln. Für mich hätte das Buch gerne kürzer sein können, da ich manche Dinge als nicht so wichtig empfand. Die Charaktere denken sehr viel nach, über sich und über andere, hier wiederholen sie die Gedanken öfters. So zogen sich manche Abschnitte für mich leider. Die Idee der Geschichte hat mir sehr gefallen und auch, wie es kein schwarz oder weiß gibt. Man versteht die Helden, aber auch die Schurken, ok. nicht alle, aber die meisten. Die Kräfte die die einzelnen Charaktere haben fand ich sehr interessant, zumal es nicht so die typischen Superheldenkräfte waren. Das Ende hat mich dann sehr neugierig auf den zweiten Band gemacht.   Fazit Renegades oder Anarchist? Die Frage nach Gut oder Böse ist hier gar nicht so leicht, was mir sehr gefallen hat. Auch die Superkräfte mochte ich und die Idee der Geschichte. Leider zog es sich für mich manchmal, sodass ich nicht durchgehend gefesselt von der Handlung war. Das Ende macht aber Lust auf Band 2. Und auch, weil man erfahren möchte wie es mit Nova und Adrian weiter geht, die beide sehr sympathisch waren.

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