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BookNerd

Posted on 1.3.2020

Die Worte des Gedichts erklangen in ihrem Kopf, während die Hitze ihre Handflächen kitzelte. Kell würde behaupten, dass das unmöglich sei. Doch in einer Welt voller Magie war alles möglich. Seite 62 Vor vier Monaten brach die Dunkelheit über das Rote London herein und nur mit Mühe gelang es Kell und Lila, sie aufzuhalten. Doch ihr Opfer war groß. Nun gehen die beiden getrennte Wege. Lila hat auf dem Nachtfalken angeheuert und segelt unter der Flagge des berüchtigten Piraten Alucard Emery. Kell ist unter strengen Auflagen im Roten London und leidet unter Albträumen. Doch das Spiel der Elemente lockt viele Gestalten in Kells Heimat, denn bei diesem Turnier wollen Magier aus aller Welt ihre Kräfte messen. Und während London im Trubel versinkt, erwacht anderswo etwas aus einem dunklen Schlaf. Ich muss sagen, dass mir „Die vier Farben der Magie“ wirklich super gut gefallen hat und ich mir den zweiten Band direkt gekauft habe, trotz meines „Hey, ich kaufe mir einfach vor der Buchmesse keine Bücher, dann ist es okay, da ganz viel zu kaufen“-Plans. Meine Erwartungen waren also super hoch! Zu Beginn erfahren wir, was aus Lila geworden ist, nämlich das, was sie immer sein wollte: eine Piratin. Zwar bezeichnet sich Alucard Emery lieber als Freibeuter im Dienste der Majestät, aber naja, damit kann man wohl leben. Lila ist an Bord des Nachtfalken gleichzeitig gefürchtet und Teil der Mannschaft. Man bezeichnet sie als Sarows, was wohl so viel wie ein Schreckgespenst ist. Sie ist noch immer in der Welt des Roten Londons und segelt über die Meere, auf der Suche nach ihren Fähigkeiten und sich selber. Alucard lehrt sie abends in seiner Kajüte heimlich ihre Magie zu nutzen. Er ahnt, dass Lila nicht aus seiner Welt ist, doch sie lässt ihn nicht hinter ihre Fassade blicken. Ihn zu verlassen war ihr leichtgefallen. Sich nicht umzusehen, war viel schwerer gewesen. Seite 33 Kell ist währenddessen zurück im Palast. Er und Rhy haben gestanden, was sie getan und welches Unglück sie damit über London gebracht haben. Das Königspaar ist wütend und enttäuscht und besonders Kell kann sich nicht mehr ohne eine Wache bewegen, es ist ihm verboten eigenmächtig in die anderen London zu reisen und in der Stadt fürchtet man ihn – als den Schuldigen an der Schwarzen Seuche. Außerdem leiden die Brüder an ihrer Verbindung, die sie den Schmerz und irgendwann auch die Gefühle des anderen spüren lassen. Rhy ist zornig und nicht sicher, ob er im Leben noch etwas zu suchen hat, während Kell unter einer ruhelosen Wut und Schuldgefühlen leidet. Außerdem muss er immer wieder an Lila denken und fragt sich, was wohl aus ihr geworden ist. Und dann fasst Rhy einen gewagten Plan, um seinen Bruder wieder zurück zu sich selbst zu bringen. Das Spiel der Elemente. Hier treten die größten Magier der Lande gegeneinander an. Und unter ihnen auch Kell. „Worauf ich hinauswill, ist“, fuhr Rhy fort, „dass auf zehn Menschen, die dich verehren, einer kommt, der dich brennen sehen will. Bei Persönlichkeiten wie dir und mir ist das ganz normal.“ Seite 81 Durch das Spiel der Elemente kommen unsere Protagonisten wieder an einen Ort. Alucard Emery bricht mit dem Nachtfalken nach London auf, um teilzunehmen und Lila verfolgt ihre ganze eigenen und wie gewohnt, sehr waghalsigen Pläne. Das Spiel der Elemente hat etwas von den Kämpfen in „Die rote Königin“ falls ihr das gelesen habt. Es ging aber nicht so sehr um die Kämpfe, als vielmehr das Drumherum, aber das müsst ihr selber rausfinden. Dann ist ja noch die Frage, was aus dem Weißen London wird, jetzt wo die Dane Zwillinge tot sind. Hier taucht ein Charakter auf, den wir bereits aus dem ersten Band kennen und ich bin seeeeehr froh darüber und wahnsinnig gespannt, was hier noch passieren wird. Victoria Schwabs Schreibstil ist wie in Band I, eine ruhige Spannung, ohne viel Spielereien oder Metaphern. Es ist nicht super dramatisch und doch klebt man förmlich an den Seiten und kann das Buch nicht aus der Hand legen. Die Figuren wachsen einem mehr und mehr als Herz, besonders Lila und auch den Kapitän mochte ich sehr gerne. Kell ist ziemlich düster, durch alles, was ihm passiert ist, was logisch ist. Da erhoffe ich mir für Band III allerdings Besserung. Es gibt einiges an Humor, besonders durch Alucard, was mir sehr gut gefallen hat und auch das Setting hat mir gut gefallen, obwohl das Weltenwandeln jetzt beinahe gar keine Rolle mehr spielt, da alles im roten London stattfindet. „Bestimmt ist das Teil deiner geheimnisvollen Vergangenheit. Nein, nein erzähl mir bloß nichts, was mich interessieren könnte – schließlich bin ich nur dein Kapitän und habe dir geholfen einen Unschuldigen ins Nirgendwo zu schicken, damit du an einem Turnier teilnehmen kannst, für das du in keiner Weise befähigt bist.“ „Wie du willst, dann erzähle ich dir eben nichts.“ Seite 431 Das Ende war dann noch einmal richtig rasant und ich bin total gespannt, wie es im dritten Band weitergeht!! PS: wer das Buch schon gelesen hat: Ich habe da eine Theorie, über die ich mich gerne austauschen würde!

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