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simonica

Posted on 27.2.2020

Das Buch hat mich auf der FBM 2018 richtig angelacht. Ich habe noch nicht viele Dystopien gelesen und war sehr gespannt darauf. Noch besser war natürlich, dass die Autorin am Stand vertreten war und ich ein signiertes Exemplar ergattert habe. Ich bin ein Fan von Zombiegeschichten und war dementsprechend auch sehr gespannt auf die Handlung, da mir der Klappentext sofort zugesagt hat. Cassidy hat mir am Anfang sehr gefallen und ich mochte ihre taffe Art sofort. Auch ihre Sorge um ihre kleine Schwester war berechtigt und hat sie mir sympathisch gemacht. Daniels schroffer Charakter gefallt mir auch sehr und auch seine Bedenken gegenüber den Schwestern, besonders Cassidy konnte ich gut nachempfinden. Auch seine Großmutter war mir sehr sympathisch. Doch als sich die Schwestern und Daniel auf den Weg in die Stadt gemacht haben und dort ankamen, ging meine erste Freude leider unter. Mir kam es vor, als hätten die Bewohner noch nie ein Mädchen/eine Frau gesehen, was ich nicht nachvollziehen konnte, da Rita, die selbstverständlich auch ein Mädchen war, eine wichtige Nebenrolle spielte. Da fingen auch meine Bedenken über Cassidys Ansteckung am Noah-Virus an. Denn wenn Flüssigkeiten andere Menschen infizieren, dann hätte sie in der kurzen Zeit in der Stadt bestimmt schon einige angesteckt. Die Idee der Medizinbeschaffung war dann wieder ein spannender Auftakt und dieser wurde auch gut aufgearbeitet, wenn man wieder meine Bedenken der Ansteckung außer Acht lässt. Auch die Vorfälle auf dem Weg dahin und die Situation dort fand ich sehr aufregend und machte das Buch einzigartig. Dabei missfielen mir allerdings die wachsenden Gefühle von Cassidy. Nicht, dass ihr Schwarm eine Freundin hat, noch dazu habe ich nicht ganz begriffen wie sie in ihrer Lage an eine Zukunft denken konnte. Und dies machte leider einen großen Teil der Geschichte aus ... Sehr schön beschrieben und in die Handlungen eingefügt, fand ich den stetigen Fortschritt von Cassidys Verwandlung in eine Noah. Ich finde es bemerkenswert wie die Autorin dies umgesetzt hat. Und ein weiterer positiver Punkt war, dass die weibliche Menstruation angesprochen wurde. Da die Noahs von Blutgeruch angelockt werden, ist das für Frauen natürlich sehr unvorteilhaft in dieser Zeit. Deswegen fand ich es wirklich toll, dass die Autorin dieses Problem aufgegriffen hat und es nicht im Hintergrund hat verschwinden lassen! Eine wirklich tolle Dystopie mit Potenzial, bei der mich die romantische Ader allerdings sehr gestört hat.

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