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inavainohullu

Posted on 22.2.2020

Auch wenn ich nicht erklären kann, warum: Ich lese sososo ungerne diese Kurzgeschichten innerhalb einer Buchreihe, die man nur als eBook kaufen kann und sich meist um Nebencharaktere drehen. Wie gesagt, keine Ahnung, wieso das so ist, aber in den meisten Fällen lasse ich sie einfach immer aus. Bei MAYBE THIS KISS habe ich allerdings eine Ausnahme gemacht, das MUSSTE ich einfach lesen, nachdem mir der erste Roman der Reihe schon so gut gefallen hat. Zudem geht es in dieser Novella um Becky Westmore und die habe ich im ersten Band direkt ins Herz geschlossen. Becky hat einen schweren Schicksalsschlag hinter sich. Vor vier Jahren kam ihr Mann, ein Polizist, bei einer Rettungsaktion in den Bergen ums Leben. Seitdem muss die Alleinerziehende einer 9-jährigen Tochter nicht nur den harten Verlust, sondern auch ihr Leben irgendwie bewältigen. Gut ist, das sie dabei eine Familie hat, die ihr den Rücken stärkt und Halt gibt. Sie wurstelt sich so durch und bisher läuft es auch einigermaßen okay. Doch dann kommt ausgerechnet Neil Healy zurück nach Glenwood Falls. Er war Beckys Jugendliebe. Als er sich damals jedoch dazu entschied zum Militär zu gehen und ein Leben in Ungewissheit zu führen, da hat sich Becky von ihm getrennt. Neil ist allerdings nie über sie hinweggekommen und auch bei Becky flammen die Gefühle neu auf. Doch kann sie heute über ihren Schatten springen und sich einem solchen Leben, wie Neal es nun einmal führt, stellen ? Wie schon mit dem Vorgängerband hat mich die Autorin auch hier wieder von sich überzeugt. MAYBE THIS KISS hat neben einem Hauch von Drama ganz viel Witz und wunderbar winterweihnachtliches Flair, was ich sehr mochte. Weihnachten in Colorado muss unglaublich schön sein, man kann den Zauber förmlich spüren. Becky fand ich ja bereits im ersten Band der Reihe unglaublich toll, was diese Novella noch verstärkt hat. Ich würde gerne noch viel mehr über ihre Geschichte lesen. Sie hat viel durchgemacht, hat aber nie aufgegeben und tapfer gekämpft. Um sich ihre Gefühle für Neal einzugestehen, braucht es aber ein bisschen, denn sie muss erst erkennen, das es absolut okay ist, sich nach vier Jahren der Trauer wieder für einen Mann und für die Liebe zu öffnen. An Neal mochte ich besonders, das er nicht nur charmant ist, sondern sich so unglaublich gut in die Familie Westmore einfügt, die sind nämlich eine echte Einheit und trotzdem wirkt es so, als sei Neal schon immer ein Teil davon gewesen, was er ja auch irgendwie früher tatsächlich war. Außerdem ist es toll zu sehen, wie er mit Beckys 9-jähriger Tochter Taylor umgeht und wie sehr er sie in sein Herz schließt. Kritikpunkt: Wie schon beim Vorgänger kommt auch hier das Ende einfach viel zu abrupt. Das Buch wirkte auf mich wie in der Szene abgeschnitten, das hat mich fast schon ein bisschen geärgert, da wären ein paar mehr Seiten und ein bisschen mehr Ausführlichkeit wirklich schön gewesen.

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