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The Reading World

Posted on 18.2.2020

Warum wollte ich es lesen? Pheromon hat mit seinem tollen Cover und der Gestaltung des Buchschnitts meine Aufmerksamkeit erregt. Auch der Klappentext klang vielversprechend und ich war schon sehr gespannt ob es meine Erwartungen erfüllen kann. Allerdings hatte ich bezüglich des Inhaltes eine ganz andere Vorstellung…. Wie war es? Cover: Die Biene in Neonfarben sticht sofort ins Auge und lässt in Zusammenhang mit dem Titel erste Vermutungen über den Inhalt anstellen. Der schwarze Hintergrund verstärkt noch einmal die Wirkung, dass das Insekt im Vordergrund steht. Aber ist das wirklich so? Schreibstil: Die Werke an denen zwei Autoren gearbeitet haben, haben mir bisher immer gut gefallen und konnten mich genauso fesseln wie Bücher, die nur ein Autor geschrieben hat. Auch Rainer Wekwerth und Thariot konnten mich sofort in ihren Bann ziehen und ich war wirklich überrascht wie schnell ich in die Geschichte eingetaucht bin. Die Seiten flogen nur so dahin und schnell kam ich am Ende an. Die Story: Jake Merdon geht als “normaler” Teenager zur Schule, hat wenig Freunde und das Jahr 2018 bringt scheinbar keine großen Veränderungen. Dahingegen hat es der Rentner und Arzt Dr. Travis Jelen nicht gerade leicht. Er lebt alleine in New York im Jahr 2118 und versucht sich irgendwie durchzuschlagen. Die Zeiten werden härter und er stößt auf eine seltsame Organisation. Nach weiteren Recherchen kann er nicht glauben was da vor sich geht und ein Rennen gegen die Zeit beginnt. Auch Jake, der 100 Jahre in der Vergangenheit lebt, widerfahren plötzlich kuriose Dinge: Er verändert sich nach und nach. Eine neue Mitschülerin versucht ihn zu verführen. Wie eine Biene schwirrt sie um ihn herum. Jake wird ebenfalls auf diese Organisation aufmerksam und versucht alles um mehr zu erfahren. Wie passt das alles zusammen? Meine Meinung: Zwei Handlungstränge, zwei Menschen, die nicht unterschiedlicher sein könnten und eine Aufgabe, die die Welt verändern kann. Am Anfang war ich etwas verwundet wie das Ganze denn zusammenpasst und wo da der Zusammenhang besteht. Aber im Laufe der Geschichte hat sich alles zusammengefügt und man bekam einen sehr guten Einblick in die Hintergründe und was es mit den Pheromonen auf sich hat. Die Charaktere sind gut durchdacht und gehen ihren eigenen Weg. Jeder hat seine negativen und positiven Seiten. Niemand ist perfekt. Denn Ecken und Kanten machen einen Protagonisten erst richtig interessant. Es ging von Anfang an schon richtig los und die Geschichte nahm immer mehr Fahrt auf. Auch die Wendungen, die es gab, haben die Spannung steigen lassen und ich konnte das Buch nur schwer aus der Hand legen. Ich habe mir unter Fantasy und Insekten eigentlich etwas ganz anderes vorgestellt und es ging auch mehr in die Richtung Science-Fiction, aber das Buch hat mich trotzdem sehr positiv überrascht. Themen und Ideen über die Zukunft und was uns erwarten könnte, lese ich sehr gerne und bin immer offen für neue Geschichten. Pheromon hat eine Altersempfehlung ab 14 Jahren, die ich persönlich eher auf 16 setzen würde. Einige Szenen, Handlungen und Kraftausdrücke finde ich für unangebracht. Ich weiß, dass viele Kinder die noch jünger sind schon so reden und Spiele spielen, die nicht ihrem Alter entsprechen. Aber ein Buch sollte das nicht “fördern”. Abschließend: Ein böser böser Cliffhanger und viele offene Fragen plagen mich.

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