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Meine Meinung: 
Ich war so glücklich, eines meiner Subleichen mit diesem Buch gelesen zu haben. 
Aber ehrlich gesagt auch ziemlich sauer auf mich selbst, nicht schon längst fertig gewesen zu sein. Denn die Thematik Psychatrie ist eines meiner persönlichen Lieblingsthemen. Und wird auch in diesem Buch aufgegriffen. 

Cover: Für mich ist das Cover ziemlich düster- lauter Blasen/Pfützen sind auf dem Cover zu sehen. Und in einer zeigt sich ein kleines Mädchen, das mit Sicherheit Runa darstellen soll. Gänsehaut und eine kreative Covergestaltung. Es ist sehr schlicht auch mit den gräulichen unauffälligen Farben, eher unscheinbar. Von der Bewertung her, ist es eher solide. 

Schreibstil: Das Buch Runa hat sich für mich anfangs etwas geschleppt, an den Schreibstil musste ich mich erst einmal gewöhnen. Nach einer gewissen Einlesezeit, fand ich ihn recht Gut. 
Die Spannung kommt erst nach ungefähr der Hälfte des Buches richtig an. Vobei mir aber besonders die Erzählweise und die Sichtwechsel sehr gefielen. Nach und nach wird alles aufgeklärt, aber so richtig erst am Schluss. Also immer schön dranbleiben. 

Kapitel: Was ich sehr kritisieren muss ist die regelmäßige Langatmigkeit die sich ab und an und vor allem am Anfang einschleicht.. da hatte ich kurzzeitig ein wenig mit zu tun. Da hätte man so einiges weglassen können.. sehr schade! 
Jedes Kapitel baut aufeinander auf- und wir kommen der Endauflösung immer näher, sehr spannender Aufbau. 
Alles fängt mit Vorlesungen eines Charcot an. Die mich echt sauer gemacht haben- junge Frauen, angeschnallt an einem Bett, bloßgestellt in ihren "Krankheiten", absolut erniedrigend! 
Das Ende erschütternd und faszinierend zugleich. Kleine Kinder wurden auf grausame Weise geraubt und an ihnen experimentiert. Und das meist nicht lange.. 
Nebenbei ist ein selbsternannter Dieb und Krimineller Runa auf der Spur. Er entdeckt ihre Opfer, knüpft zusammenhänge und ist an der Sache verbissen dran. Genau wie Jori. 
Die Bevölkerung wird jedoch langsam unruhig- und dann eskaliert das Ganze.. 

Idee: Die Idee ist grandios! 
Die kleine Runa in den Vordergrund zu stellen sehr Gut. 
Denn nicht nur die Psychatrie wird auf die Kleine aufmerksam. Sie ist ein geflüchtetes Versuchsobjekt und hinterlässt eine Spur von Zeichen und verschlüsselten Botschaften. Und Tote. 
Nach und nach wird klar was im Hintergund der Psychatrie grausames abläuft. Sehr krasse Auflösung. 

Charaktere: Runa die Hauptprotagonistin ist ein unglaubliches, junges Mädchen die einem rückwirkend einfach nur leid tun kann- warum müsst ihr selbst lesen- denn ihre gesamte Existenz besteht nur aus Schmerzen und einer Kindheit die eigentlich keine ist- sie nimmt uns mit in eine Welt, die damals erschreckende Realität war und heute unvorstellbar ist. Furchtbares leid und eine düstere Stimmung begleiten uns. 
Jori der zweite Hauptprotagonist ist Student und angehender Arzt der langsam hinter die Hölle hinter den Mauern kommt.. er wurde mir zum Schluss sogar richtig sympatisch- denn er sieht mit einem Mal das leiden der Patientinnen. Toll beschrieben und eine wahnsinnig tolle Entwicklung. 
Alle Nebencharaktere wurden ebenfalls ausdrucksstark wiedergegeben. 
Manche sind neben den Hauptprotagonisten sehr bedeutend für die Geschichte und die gesamte Aufklärung. Eigentlich kann man sich über jeden ein genaues Bild verschaffen. 

Mein Fazit: Alles in einem kann ich dieses Buch aber wärmstens empfehlen! Eine tolle Geschichte, die ohne ein Blatt vor den Mund aufgreift, was damals so harte, grausame Realität war. 3,8 Sterne und leider viel zu viel verschenktes Potential!
Runa
Runa
Vera Buck
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