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ZUSAMMENFASSUNG
Die Erzählfigur in ›Blutbuch‹ identifiziert sich weder als Mann noch als Frau. Aufgewachsen in einem schäbigen Schweizer Vorort, lebt sie mittlerweile in Zürich, ist den engen Strukturen der Herkunft entkommen und fühlt sich im nonbinären Körper und in der eigenen Sexualität wohl. Doch dann erkrankt die Großmutter an Demenz, und das Ich beginnt, sich mit der Vergangenheit auseinanderzusetzen: Warum sind da nur bruchstückhafte Erinnerungen an die eigene Kindheit? Wieso vermag sich die Großmutter kaum von ihrer früh verstorbenen Schwester abzugrenzen? Und was geschah mit der Großtante, die als junge Frau verschwand? Die Erzählfigur stemmt sich gegen die Schweigekultur der Mütter und forscht nach der nicht tradierten weiblichen Blutslinie. Ein stilistisch und formal einzigartiger Befreiungsakt von den Dingen, die wir ungefragt weitertragen: Geschlechter, Traumata, Klassenzugehörigkeiten. Kim de l’Horizon macht sich auf die Suche nach anderen Arten von Wissen und Überlieferung, Erzählen und Ichwerdung, unterspült dabei die linearen Formen der Familienerzählung und nähert sich einer flüssigen und strömenden Art des Schreibens, die nicht festlegt, sondern öffnet.
BIOGRAFIE
KIM DE L'HORIZON, geboren 2666 auf Gethen. In der Spielzeit 21/22 war Kim Hausautorj an den Bühnen Bern. Vor dem Debüt >Blutbuch< versuchte Kim mit Nachwuchspreisen attention zu erringen - u. a. mit dem Textstreich-Wettbewerb für ungeschriebene Lyrik, dem Treibhaus-Wettkampf für exotische Gewächse und dem Damenprozessor. Heute hat Kim aber genug vom »ICH«, studiert Hexerei bei Starhawk, Transdisziplinarität an der ZHdK und textet kollektiv im Magazin DELIRIUM. >Blutbuch< wurde mit dem Literaturp
MOJOS
Mojos von Buchdoktor
Buchdoktor
Einzelne Gendersternchen sollten niemand von der Lektüre dieses prallen, schillernden, hektischen, zerrissenen Romans abhalten.
REZENSIONEN
Bewertet von Buchdoktor
Buchdoktor
„Du musst dich entscheiden, ob du ein Mädchen oder ein Junge bist", hatten die Mitschüler zu Kim gesagt, als das Kind mit einer weiblichen Identität lebte und zu hören bekam, was ein Mädchen tut und besser lässt. Wer sich nicht entscheidet, über die Person entscheiden andere. Heute ist die erzählende Figur erwachsen und schreibt für die Großmutter, die Grossmeer, die wegen fortschreitender Demenz ihre Angehörigen selten erkennt. Ehe sie keinen Zugriff mehr auf ihre Erinnerungen haben wird, will ...
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