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REZENSIONEN
ZUSAMMENFASSUNG
»Bevor all das geschah, von dem ich hier erzählen werde, gab es nur das Glück, das nicht erklärt werden musste. Wenn man mich fragte, wie geht es dir, habe ich geantwortet: gut.« Damals traf sich Gabriel mit seinen Freunden auf der Straße, erlebte seine Kindheit wie in einem paradiesischen Kokon. Bis seine Familie zerbrach und fast zur selben Zeit sein kleines Land, Burundi, bei einem Militärputsch unvorstellbare Grausamkeiten erdulden musste. Und seine Mutter den Verstand verlor. Zwanzig Jahre später erst, nach der Flucht mit seiner Schwester in ein fernes, fremdes Frankreich, kehrt Gabriel in eine Welt zurück, die er längst verschwunden glaubte. Doch er findet dort etwas wieder, das er für unwiederbringlich verloren hielt. - »Kleines Land« ist ein überwältigendes Buch, voller Schrecken und Glückseligkeit, Güte und ewiger Verlorenheit - ein Stück französischer Weltliteratur im allerbesten Sinne.
BIOGRAFIE
Gaël Faye, 1982 in Burundi geboren, wuchs als Kind einer ruandischen Mutter und eines französischen Vaters auf, bevor er 1994 infolge des in Burundi herrschenden Bürgerkriegs nach Frankreich flüchten musste. Nach dem Ende seines Wirtschaftsstudiums arbeitete er zwei Jahre lang als Investmentbanker in London und kehrte schließlich nach Frankreich zurück, um dort als Autor, Musiker und Sänger zu arbeiten. Sein erster Roman »Kleines Land« war für den Prix Goncourt nominiert, erhielt den Prix Goncourt des Lycéens und zahlreiche andere literarische Auszeichnungen.
MOJOS
Mojos von stefanie aus frei... und renee
stefanie aus freigericht
renee
stefanie aus freigericht
Toll im Aufbau, der Sprache, den Personen. Aber das Thema ist harter Tobak, der Volkermord zwischen Hutu und Tutsi, hier in Burundi, nicht in Ruanda
ein Blick aus unbedarften Kinderaugen auf das Grauen, Lesen!
REZENSIONEN
Bewertet von Buchdoktor, renee und andere
Buchdoktor
renee
stefanie aus freigericht
Eine Kinderfrage entlarvt die Absurdität von Bürgerkrieg und Genozid. Was der Unterschied zwischen Hutu und Tutsi wäre, wollen Gabriel und seine Schwester Ana in Burundis Hauptstadt Bujumbura von ihrem (französischen) Vater wissen. Eure Mama ist Tutsi, antwortet er, und du Gabriel bist auch Tutsi, weil du dich wie einer verhältst. Der Versuch einer Erklärung lässt Gabriel vermuten, der Vater würde den Unterschied selbst nicht verstehen. Vater Michel ist Bauunternehmer und beschäftigt einheimisch...
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2 Wows
Völkermord ist ein schwarzer Sumpf, wer nicht darin untergeht, ist für sein Leben verseucht.


Gael Faye kann schreiben, trotz der Übersetzung ist dieses Spiel mit den Wörtern noch merkbar, zieht den Leser in seinen Bann. Dieser Tanz mit den Wörtern ist eine Wohltat, besonders nach dem vorigen Buch. Dieses Spiel mit der Sprache gefällt, füllt aus, trotz diesem furchtbaren Thema.


Gael Faye erzählt hier auch von seiner eigenen Kindheit in Burundi, er ist Sohn eines französischen Vaters und einer...
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Wow
stefanie aus freigericht
Sackgasse oder „Das Glück sieht man nur durch den Rückspiegel“ (S. 183)

„Kommt der Krieg zwischen Tutsi und Hutu daher, dass sie in verschiedenen Gegenden wohnen?“
„Nein, sie leben ja im selben Land.“
„Dann sprechen sie nicht dieselbe Sprache?“
„Doch, sie sprechen dieselbe Sprache.“
„Vielleicht haben sie nicht denselben Gott?“
„Doch, sie haben denselben Gott.“
„Aber … warum machen sie dann Krieg?“
„Weil sie nicht die gleiche Nase haben.“ S. 8

„Gaby“, Gabriel, der Sohn eines französischen Vater...
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1 Wow