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prinzera

Posted on 2.9.2022

Bei "Freundin bleibst du immer" hat mich zu Beginn gleich mal das Cover extrem begeistert. Ich mag es sehr, wie farbenfroh und beinahe schon pompös es gestaltet ist. Auch das Buch unter dem Schutzumschlag ist in einem kräftigen Rot gehalten und somit ein absoluter Blickfang. Ein bisschen habe ich gebraucht, bis ich in die Geschichte rein gefunden habe, denn, es gibt zwar ein Glossar, dort werden jedoch nur die nötigsten Begriffe kurz übersetzt, was zwar auf jedenfall hilfreich ist, jedoch, werden viele andere Begriffe in dem Buch verwendet, welche gar nicht erklärt werden. Ein Beispiel hierzu wäre Yoruba oder auch Hausa, welche zwar sehr oft vorkommen, jedoch nie erklärt werden und ohne diese zu verstehen, kann man das Buch zwar auch lesen, ich stelle mir jedoch vor, dass man dann die Hintergründe von manchen Szenen, wie beispielsweise Protestaktionen, nicht ganz nachvollziehen kann. Ich habe diese Begriffe dann selbstständig recherchiert und konnte mir somit sogar noch etwas mehr Wissen aneignen, was auf der anderen Seite auch wieder sehr spannend war. Ich kann jedem anderen Leser des Buches nur empfehlen, es mir gleich zu tun. Ansonsten fand ich jedoch den Schreibstil von Tomi Obaro sehr angenehm zu Lesen und habe mir sehr leicht getan, dass Buch entspannt zu genießen. Der Roman ist sehr kurzweilig und man kann ihn in grob 3 Abschnitte gliedern: Wiedersehen der Freundinnen zur bevorstehenden Hochzeit, dann ein Rücksprung in die Vergangenheit und dann wieder das Zurückkehren in die Gegenwart und die Verbindung des Ganzen. Den Sprung in die Vergangenheit fand ich extrem interessant, weil man hierbei noch einmal so richtig die drei Frauen und vor allem ihre Bindung zueinander kennen und verstehen lernt. Wo ich im ersten Abschnitt noch dachte, diese Freundschaft sei eher oberflächlich, wurde mir im zweiten Abschnitt klar, wie tiefgreifend diese doch ist und wie viel diese Drei schon miteinander erlebt haben. Der abschließende Abschnitt als Verbindung der Vergangenheit und auch Zukunft, sowie das Eingestehen einiger Fehler, gab dem Buch den krönenden Abschluss. Fazit: Auch wenn ich ein wenig Startschwierigkeiten hatte und einige Begriffe selbst erst recherchieren musste, um die Handlung des Buches vollständig zu verstehen, fand ich das Buch absolut lesenswert. Es war sehr interessant für mich in diese komplett andere Kultur abzutauchen und kennen zu lernen, wie das Leben in einem weniger "privilegierten" Land ablaufen kann. Als Fazit bleibt jedoch, egal in welchem Land, welcher Nationalität, welcher Herkunft, welcher Hautfarbe, welchen Geschlechts, ... Freundschaft ist das höchste Gut!

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